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Neues vom Biergasthof Riedberg

21
Jun

Bier Reise ins Pajottenland 2022 | Tag 2

Tag zwei, Freitag, 17. Juni 2022

9:00 Uhr Treffpunkt Ibis Hotel (Wer Tag 1 verpasst hat: Hier entlang bitte … und zu den letzten beiden Tagen bitte hier entlang …)

Abfahrt mit dem Taxi um 8:30 Uhr Richtung Hotel Ibis, um rechtzeitig den Bus Richtung Lembeek zu besteigen. Nach etwa 30 Minuten Fahrt erreichten wir Lembedk und die Brauerei Boon. Niemand geringerer als Frank Boon höchstpersönlich machte die Führung (in sehr guter deutscher Sprache) mit den insgesamt 45 Biersommelier Kolleg:innen. Er schenkte uns ebenfalls einen tiefen Einblick in die Herstellung von Lambic-Bieren.

(c) Foto: Verband der DBS

Im Gegensatz zu Cantillon hat hier bereits moderne Brautechnik Einzug gehalten. Der Herstellungsprozess ist allerdings im Grunde derselbe: die Würze wird mit einem Stammwürzegehalt von 15,7° Plato wird für 5 Stunden am Kühlschiff abgekühlt und mit den von Cantillon bekannten Hefebakterien infiziert.

Insgesamt lagern, in etwas mehr als 120 Holz Fässern, mehr als 1 Million l Lambic hier in der Brauerei. 15 % davon werden an Blender verkauft. Der Rest wird eingelagert (auch gerne mal mehr als 20 Jahre) und dann zu den bekannten Lambic Bierstilen weiterverarbeitet. Biere des Mars wird nur noch auf Bestellung mit 7,5° Plato hergestellt.

Interessant war auch die Tatsache, dass für Mariage Parfait ausschließlich Lambic von drei Jahren Alters verwendet wird. Für die klassische Geuze (ein Blend aus drei unterschiedlichen Jahrgängen Lambic) verwendet Frank hauptsächlich zweijähriges Lambic und etwas vom frischen Lambic, um den Zucker für die Champagnermethode in das Bier zu bekommen. Dann werden die beiden Herstellungsjahrgänge seitlich auf der Etikette aufgedruckt. Ebenso bei den Kriek Bieren.

Eine Black Label Geuze aus dem Fass 109 reift in unserem einzigartigen Bierkeller!

Eine Frage, die sich aufdrängt, ist die Frage nach der Jahreszahl auf der Flasche einer Geuze. Welcher Jahrgang wird hier angegeben? Nachdem wir bei Cantillon etwas verwirrende Angaben und Aussagen erhielten, war es bei Frank nicht viel besser. Es liegt wohl an uns, dass wir nicht ganz verstehen, wie sich die Jahrgänge verhalten. Laut Webseite von Boon ist es hier aber so: Das Braujahr auf dem Halsetikett des Geuze Mariage Parfait ist das Jahr, in dem der 3-jährige Lambic aus der Cuvée gebraut wurde. Seit einiger Zeit werden aber, zumindest bei der klassischen Geuze (wie oben beschrieben) 2 Jahrgänge seitlich aufgedruckt?! Die Webseite dazu: Die Jahreszahlen auf dem Halsetikett beziehen sich auf die Brausaison (Jahrgang) des vorherrschenden Lambic-Bieres im Blend Oude Geuze Boon. Diese Brauzeit liegt in den kälteren Monaten von Oktober bis April und erstreckt sich somit über 2 Jahre. Wohl ein Mysterium?

Nach einer mehr als zweistündigen sehr interessanten Führung dürften wir dann endlich einige Biere Verkosten. Zuerst gab es ein eineinhalbjähriges Lambic – traditionell eingeschenkt aus einem Bommel – gefolgt von Oude Geuze, Mariage Parfait Geuze, Mariage Parfait Kriek. Allesamt sehr beeindruckende, aber durchaus trockene Biere.

(c) Foto: Verband der DBS

Noch schnell ein Foto mit dem Meister des Lambic höchstpersönlich und noch einige ganz spezielle, bei uns nicht erhältliche Biere eingekauft.

Nun aber weiter zu Oud Beersel mit 30 Minuten Verspätung. Hatte ich nicht gesagt, weitere Fragen beim Bier zu stellen? 😜😎 Dann wären wir – vielleicht – pünktlich gewesen?

Bei der Ankunft gibt es sofort die vorbestellten Aufstriche. Ich nahm natürlich Fleisch und Tiramisu. Dazu gibt es frisches Brot. Auf die Frage, ob ich das Essiggemüse gegen Fleisch tauschen könnte, ernte ich ein stricktes „Nein!“. „Möchten sie das wirklich nicht?“ wurde ich noch gefragt. „Nein, wirklich nicht!“. Dann kaufe ich mir eben eine Wurst. Man will ja schließlich satt werden.

Die Geuze ist im Fleischaufstrich aber gut erkennbar und das bestellte Champagner Lambic unterstreicht den Geschmack naturgemäß. Das Tiramisu war so La la. Das sollten doch lieber die Italiener machen. Die Biskotten waren nicht getunkt und die Creme viel zu dünn, … Vielleicht hätten Sie mein Rezept nehmen sollen? 😉

Das viele Sauerbier setzt meinem Magen ordentlich zu, daher muss ich gleich mal austreten.

Zur Führung komme ich aber zeitgerecht und es geht in den Lambic Holzfass Lagerkeller. Die Dame, die die Führung macht, ist sehr bemüht, aber ihr Englisch ist etwas dürftig. Weiters gehen sich die geschichtlichen Zahlen nicht aus, welche Sie uns zu erklären versucht. Als sie uns dann noch erzählen will, dass hier am Standort Bier gebraut wird (ohne dass man irgendwo Sudkesseln sieht) und wir schon wissen, dass das Lambic bei Boon gekauft wird, machen wir uns zu „gefinkelten“ Fragen bereit.

Da lenkt sie doch noch ein und erzählt, dass es geplant sei, eine Brauerei samt Abfüllung zu bauen. Die aktuelle Generation musste nämlich den Betrieb übernehmen, nachdem schon einmal geschlossen wurde und Teile der Brauerei lukrativ verkauft worden waren. Dass macht es dann natürlich schwierig. Noch dazu, wo man in den ersten 3,5 Jahren keine verkaufbaren Produkte erhält. Außer man braut auch Blonde und Tripel (Meistersud der Ausbildung zum Braumeister). Die Frage stellt sich aber: wer oder wo wird das gebraut?

Hier endet dann auch für mich die Führung. Mein Magen hat sich schon wieder gemeldet. Zurück im Bierhaus bestelle ich mir mal ein Blonde. Sauerbier war jetzt genug.

Einen Schluck vom coffee infused Lambic lasse ich mir noch geben und von der Geuze und noch vom Kriek. „Bestellen wir uns eine Flasche grüne Walnuss?“. Da bin ich natürlich auch dabei. Jetzt ist’s aber endgültig gut, mit Sauerbier.

Um 16.45 Uhr etwa treten wir die Rückreise nach Brüssel an. Was machen wir mit Abendessen? Treffen wir uns um 19.30 Uhr am Grand Place und suchen spontan Was? Aber heute mit Fleisch bitte!

Im Hotel angekommen sofort unter die Dusche und ein kurzes Nickerchen machen. Gott sei Dank habe ich den Wecker gestellt und ein Taxi vorbestellt. Trotzdem kommt es mit Verspätung. Und mein Handy wurde scheinbar auch nicht geladen, trotz Ansteckens.

(c) Foto: Einer meiner Biersommelier Kolleg:innen

Kurz vor Erreichen des Grand Place werden wir noch Zeugen von mehreren Parkschäden und somit kommen wir ganze 20 Minuten zu spät an. Dieter ist schon ganz nervös und versucht mich telefonisch zu erreichen. Geht leider nicht. Akku alle. Phantomas verfolgt von 2 Polizisten fährt dann auch noch vorbei …?

Wir finden uns trotzdem und Matthias hat das Lokal gut gewählt. Es gibt Paella für die Fisch-Liebhaber und Steaks für die Fleischesser. Eine gute Bierauswahl ist in Belgien ohnehin Standard. Die Ersten verlassen uns schon, aber wir gönnen uns noch ein Dessert und ein paar Bierchen.

Heute mal früher ins Bett. Daher geht es um 23 Uhr Richtung Hotel. „Sollen wir noch ein Gin Tonic an der Bar probieren?“. Da kann ich natürlich nicht ablehnen und so gibt’s eben noch 2 Bierchen und Bettruhe ist dann wieder erst um 1 Uhr.

Tag drei, Samstag, 18. Juni 2022 … folgt demnächst (inklusive Heimreise)!

Tag eins verpassts? Hier entlang … Tag 3 + 4 findet man hier …

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