🍻 BIERGASTHOF RIEDBERG | ALLES Trappistenbier | Klosterreise 2024 – Teil 4
Teil 4: Chimay intensiv & Käse mit Picon
Chimay empfängt uns mit Gastfreundschaft und einer Führung, die ihresgleichen sucht. Fabrice zeigt uns nicht nur Sudhaus, Keller und Kirche, sondern kredenzt uns auch ein Chimay Bleu von 2009 – ein Moment für die Ewigkeit.
Natürlich verkosten wir auch Käse und Bier im Gastgarten – wobei das Blonde mit einem Schuss Picon eine neue Geschmackserfahrung bietet. Fazit: Das Dorée mit Picon – himmlisch.
Wenn dich die Welt der Trappistenbiere genauso begeistert wie uns, dann entdecke auch die anderen Beiträge dieser Reihe: Zundert nach Westmalle, Westvleteren, Rochefort und Orval.
Am Morgen suchen wir uns ein Lokal zum Frühstücken. Die Nähe zu Frankreich ist hier deutlich erkennbar. Es gibt zahlreiche „Zuckerbäcker“, welche Macrons und andere Kunstwerke und auch Frühstück anbieten – ausschließlich süß natürlich. Und zwei Tee dazu bitte. „Das wird aber auch nicht lange anhalten“, sind wir uns einig, „suchen wir uns eben einen Metzger“. Den finden wir zwar, aber auch er hat diese Woche Urlaub. Gott sei Dank gibt es gegenüber einen Imbiss, der mit „Sandwiches“ wirbt.
Chimay
Jetzt aber auf Richtung Schloss Chimay. Hier sollen ja auch die Habsburger gehaust haben. Wir buchen einen Rundgang samt Filmvorführung mit englischer Übersetzung, nur leider funktioniert der Audioübersetzer nicht – dann eben in französischer Sprache. Etwa die Hälfte kann ich verstehen, mehr leider nicht. Aber beim Betreten des Schlosses – es ist bewohnt, sechs Räume sind für Besucher:innen zugänglich – wird man als Österreicher gleich vom Habsburger Doppeladler über dem Kamin begrüßt. Interessant.
Nach dem Besuch gönnen wir uns einen Kaffee im Schloss-Café und spielen noch eine Runde Minigolf. Zu Mittag essen wir in der Altstadt von Chimay, danach geht es weiter zum Trappistenkloster. Dieses betreibt ein Restaurant mit Hotel in der Nähe des Klosters. Auch der Klosterladen befindet sich hier. Was uns sofort ins Auge sticht, ist die Tatsache, dass die Biere in der prallen Sonne stehen. Schade.
Wir nehmen im sehr gut besuchten Gastgarten Platz und versuchen eine:n Servicemitarbeiter:in auf uns aufmerksam zu machen. Dies gelingt uns auch nach geraumer Zeit und wir bestellen die Verkostungen: Bier und Käse, je fünf Sorten. Leider sind die Biere nicht perfekt gezapft. Das schmeichelt den Bieren natürlich nicht. Wir kommen überein, dass „das Dorée“ (Gold, somit Blonde) das bessere Bier ist. Somit bestelle ich mir noch eines, aber mit Picon!
Jetzt kurz frisch machen und dann zum Abendessen einen Tisch reservieren. Vielleicht verkürzt das die Wartezeit? Ich nehme wieder einen „Bière + Picon“ und das Steak mit den berühmten belgischen Pommes. Zum Abschluss darf es noch ein „Bière + Picon“ sein, diesmal aber mit dem blauen Chimay, als Gutenacht-Trunk sozusagen.
Das Frühstücksbuffet ist ausreichend und auch mit allem bestückt, was man zum Frühstück gerne hat – alles zur Selbstbedienung. Jetzt aber los und ab ins Kloster. Wieder einmal geht’s einer endlos langen Allee entlang, dann auf einmal lichten sich die Bäume und das Kloster scheint erkennbar. Wir parken direkt vor der Haustüre und rufen Fabrice an, unseren Kontakt, welchen uns Jos Timmermans, der Exportmanager von Chimay, organisiert hat.
Fabrice spricht perfektes Englisch und dürfte wohl der Produktmanager sein, wenn ich alles richtig verstanden habe. Es folgt eine ausführliche, beinahe fünfstündige (!) Führung durch die gesamte Brauerei, inklusive Raritätenkeller, Friedhof und Abfüllung – welche sich 7 km weiter entfernt befindet. Wir werfen auch einen Blick in die Kirche, das Labor, das Sudhaus und den Gärkeller – Chimay intensiv sozusagen. Nicht zu vergessen, auch der Fassreifekeller wird besichtigt!
Der Höhepunkt ist aber mit Sicherheit die Verkostung eines Chimay Bleu in der 0,75 l Flasche von 2009, gefolgt von einem holzfassgereiften Grand Reserve von 2017. Alles sehr beeindruckend. Nicht umsonst ist Chimay die Trappistenbrauerei mit dem größten Absatz.
Über die Straße beim Abfüllzentrum befindet sich ein Getränkemarkt. Da werfen wir noch einen Blick hinein, ob es etwas gibt, das wir noch nicht im einzigartigen Bierkeller vorrätig haben. Leider werden wir nicht wirklich fündig, weshalb wir uns auf die Weiterreise Richtung Kloster Orval machen.
Fortsetzung folgt …
Darauf ein Bier!
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