Neues vom Biergasthof Riedberg

Gruppenselfie der Teilnehmer von „Von Sudkessel zu Sudkessel“ vor dem Boarding am schwimmenden Brauschiff in Schärding.
27
Sep.

Von Sudkessel zu Sudkessel: Ein Bierwochenende im Innviertel

1.037 Wörter | 6 Minuten Lesezeit

Persönliche Brauereiführungen, ein Brauschiff, Innviertler Knödel und Raritäten aus dem einzigartigen Bierkeller: Vom 25. bis 27. September 2026 waren wir gemeinsam der Bierkultur auf der Spur. Bei herrlichem Wetter, mit neugierigen Teilnehmern und Gastgebern, die sich viel Zeit für uns genommen haben.

Einige Teilnehmer reisten bereits am Donnerstag an. Eine gute Entscheidung: So blieb beim gemeinsamen Abendessen im Biergasthof Riedberg genügend Zeit zum Ankommen, Plaudern und für die ersten Biere aus unserer umfangreichen Auswahl. Der Einstieg in ein Wochenende, an dem es reichlich zu verkosten und noch mehr zu besprechen geben sollte.

Brauerei Ried: Persönliche Führung und Gulasch zu Mittag

Am Freitagmorgen trafen die restlichen Teilnehmer ein. Nach dem Frühstück ging es in die Brauerei Ried, wo Braumeister und Geschäftsführer Josef Niklas persönlich durch den Betrieb führte. Dass er am nächsten Tag Geburtstag hatte, sei hier ebenfalls erwähnt – nochmals alles Gute und herzlichen Dank für die Zeit und die Einblicke!

Während die Gruppe in die Brauerei eintauchte, machte ich mich nach Schärding auf, um unser Fahrzeug bei Auto Zauner abzuholen. Ein Sprinter mit ausreichend Platz für die Teilnehmer und die zu erwartenden Biereinkäufe. Letztere sollte man bei einer solchen Runde keinesfalls unterschätzen.

Zurück bei der Gruppe wurde zu Mittag gegessen: Zusers weltberühmtes Gulasch, mitgebracht samt Semmelknödeln und Gebäck. Mit dem Lob wurde ausgesprochen großzügig umgegangen. Als Wirt hört man das natürlich gern – und beim eigenen Gulasch noch ein bisserl lieber.

Nach dem Sabrieren eines Rieder Edelbocks war die Runde bereit für die nächste Station: Gundertshausen und die Privatbrauerei Schnaitl.

Säbel und zwei Flaschen Rieder Edelbock nach dem Sabrieren: eine sauber geköpfte und eine zerbrochene Flasche.

Einmal sauber geköpft, einmal gründlicher als geplant: Rieder Edelbock beim Sabrieren während unseres Bierwochenendes. (c) Foto: Martin Huber

Schnaitl: Im Schatten des Vogelhauses und direkt im Lagerkeller

Bei Schnaitl nahmen sich Bräu Matthias und Braumeister Alex unserer Gruppe an. Ihre Führung wurde von den Teilnehmern mit viel Lob bedacht: persönlich, fachlich und mit jenen Einblicken, die einen Brauereibesuch für Bierinteressierte besonders lohnend machen.

Sudhaussteuerung der Privatbrauerei Schnaitl mit einer Schaltpultoptik, die an ein Science-Fiction-Raumschiff der 1970er-Jahre erinnert.

Bereit zum Abheben? Fast. Hier wird Bier gebraut: Die Sudhaussteuerung bei Schnaitl könnte optisch auch ein UFO aus den 1970ern auf Kurs halten.

Das Wetter hätte kaum besser passen können. Im Schatten des „Vogelhauses“, mitten im Hof, verkosteten wir die Spezialitäten des Hauses. Für besondere Begeisterung sorgte das Zwickeln im Lagerkeller – Bier direkt vor Ort zu probieren, während man mit den Menschen dahinter ins Gespräch kommt, bleibt einfach in Erinnerung.

Braumeister Alex Pöllner mit einem Krug frisch gezwickeltem Böhmischen Lager bei der Privatbrauerei Schnaitl.

Frisch gezwickelt und persönlich präsentiert: Braumeister Alex Pöllner mit Böhmischem Lager bei Schnaitl.

Ein kurzer Einkauf gehörte selbstverständlich dazu. Der vorsorglich eingeplante Stauraum im Sprinter hatte seine Berechtigung.

Bei Martin Erlinger – und zum Knödelroulette zurück nach Ried

Anschließend besuchten wir Martin Erlinger. Er hat in der Vergangenheit viel in seinen Betrieb investiert. Für mich war die damit verbundene Qualitätssteigerung der Biere deutlich zu schmecken. Auch das Konzept fand in unserer Runde großen Anklang und bot reichlich Gesprächsstoff.

Braumeister Alex Pöllner präsentiert einen Krug frisch gezwickeltes Böhmisches Lager beim Besuch der Privatbrauerei Schnaitl in Gundertshausen. Die Verkostung im Lagerkeller gehörte zum Bierwochenende „Von Sudkessel zu Sudkessel“ vom 25. bis 27. September 2026 mit dem Biergasthof & Hotel Riedberg.

Bier, Brautechnik und viele Fragen: Unsere Gruppe zu Besuch bei Martin Erlinger in seiner Brauerei.

Danach ging es zurück an den Riedberg. Beim Innviertler Knödelroulette wurde zunächst die kulinarische Grundlage für den Abend geschaffen. Anschließend kamen mitgebrachte Bierspezialitäten auf den Tisch, die wir nach Biersommelier-Manier gemeinsam verkosteten und besprachen.

Platte mit zwölf Innviertler Knödeln und Sauerkraut, dahinter unscharf einige Teilnehmer des Bierwochenendes.

Eine von sechs Knödelplatten für unsere Runde: zwölf Knödel samt Sauerkraut beim Innviertler Knödelroulette am Riedberg.

Der Freitag hatte uns viele Eindrücke beschert. Entsprechend müde war die Runde am Abend – und tatsächlich waren alle noch vor Mitternacht im Bett.

Samstag: Bierkultur auf dem Inn

Um acht Uhr wurde gefrühstückt, anschließend fuhren wir nach Schärding zur Schiffsanlegestelle. Unsere Gruppe war überpünktlich, der Kapitän und Frau Helga waren pünktlich zur Stelle, und so konnte es an Bord gehen.

Gruppenselfie der Teilnehmer von „Von Sudkessel zu Sudkessel“ vor dem Boarding am schwimmenden Brauschiff in Schärding.

Alle an Bord? Gleich! Unsere Runde vor dem Boarding am schwimmenden Brauschiff in Schärding. (c) Foto: Danke an Stefan dafür

Für mich hieß es allerdings gleich wieder Abschied nehmen: Am Riedberg wartete eine weitere Gruppe zum Bierbummel mit Besuch im einzigartigen Bierkeller.

Unsere Wochenendrunde wurde unterdessen an Bord mit Bratl in der Rein verwöhnt und erfuhr mehr über das schwimmende Brauschiff. Bierkultur auf dem Wasser – eine schöne Ergänzung zu den Brauereibesuchen an Land.

Brauer beim Einmaischen an Bord des schwimmenden Brauschiffs in Schärding.

Hier wird an Bord gebraut: Ein Blick auf das Einmaischen am schwimmenden Brauschiff in Schärding. (c) Foto: Martin Huber

Bratl in der Rein, serviert an Bord des schwimmenden Brauschiffs in Schärding.

Bierkultur macht hungrig: Bratl in der Rein für unsere Runde an Bord des schwimmenden Brauschiffs. © Foto: Martin Huber

Nach dem Mittagessen fuhr ich wieder nach Schärding, um die Gruppe rechtzeitig abzuholen. Gemeinsam ging es weiter nach Engelszell.

Engelszell: Brauerei, Liköre und Bruder Raimund

In Engelszell besuchten wir das ehemalige Trappistenkloster und die von Martin Pamminger geführten Betriebe. Auch wenn dort keine klösterliche Gemeinschaft mehr lebt, gab es für uns viel zu entdecken.

Teilnehmer mit Verkostungsgläsern zwischen Brauanlage und Edelstahltank beim Bierwochenende „Von Sudkessel zu Sudkessel“.

Direkt in der Brauerei verkostet: Unsere Runde mit Bier im Glas und vielen Fragen zur Herstellung. © Foto: Martin Huber

Durch die Brauerei führte uns ein angehender Brauer. Anschließend erwartete uns mein persönlicher Freund Bruder Raimund zu einem Rundgang durch die Likörproduktion. Er erklärte uns die Herstellung bis ins kleinste Detail und hatte sichtlich Freude daran, dass wir ihm so aufmerksam lauschten. Man könnte auch sagen: beinahe fromm.

Teilnehmer bei der Likörverkostung in Engelszell, umgeben von Likörflaschen und einem Wagen mit kleinen Abfüllflaschen.

Zwischendurch durfte es auch Likör sein: Bei unserem Besuch in Engelszell gab es viel zu erfahren und zu verkosten.

Die Likörverkostung durfte natürlich nicht fehlen. Danach wechselten wir im Wirtshaus an der Pforte wieder zum Bier. Bei der Verkostung wurde ausgiebig gefachsimpelt – auch über Bierstile, die künftig interessant sein könnten.

Nach einem weiteren Einkauf war es Zeit für die nächste Station.

Kronedt: Brauereitechnik, Kellerbier und Weißbier

In Kronedt besuchten wir Heli Voitleithner, der seine Brauerei gerade ausbaut. Da unter unseren Teilnehmern zahlreiche Techniker waren, wurde über Anlagen, Ausbau und technische Lösungen besonders ausführlich diskutiert. Die Fragen gingen so schnell nicht aus.

Kleine Brauanlage mit Edelstahlkesseln und Rohrleitungen unter einem Ziegelgewölbe, daneben Besucher bei der Besichtigung.

Kompakte Brautechnik unter dem Ziegelgewölbe: Auch die bestehende kleine Brauerei in Kronedt wurde genau unter die Lupe genommen. © Foto: Martin Huber

Nach dem Blick auf den Ausbau besichtigten wir die bestehende kleine Brauerei und verkosteten die beiden vorhandenen Biere: Kellerbier und Weißbier. Dazu gab es eine ausgezeichnete Jause vom Nahversorger.

Die Gruppe mit Biergläsern an einer langen Holztafel auf der überdachten Terrasse in Kronedt, dahinter Wiesen und Bäume.

Nach der Brauereibesichtigung wurde draußen weiterverkostet: unsere Runde bei Heli Voitleithner in Kronedt, mit Bier im Glas und Blick ins Grüne.

Wir saßen draußen, genossen das herrliche Wetter und beobachteten erst den Sonnenuntergang, dann den Mondaufgang. Gute Biere, eine ordentliche Jause und genügend Zeit zum Reden: Dieser Ausklang hat uns ausgesprochen gut gefallen.

Raritäten aus dem einzigartigen Bierkeller

Zurück am Riedberg war der Abend noch nicht ganz vorbei. In unserem einzigartigen Bierkeller warteten ausgewählte Raritäten auf die Runde.

Nach den vielen Eindrücken des Tages wurde noch einmal gemeinsam verkostet, verglichen und diskutiert. Gerade mit einer so interessierten Gruppe macht es mir als Diplom-Biersommelier Freude, besondere Flaschen aus dem Vorrat zu holen und die Eindrücke miteinander zu besprechen.

Auswahl verschiedener Biere nach einer Verkostung als Symbol für die Vielfalt der weltweit gebrauten Bierstile.

Ein Blick auf die Vielfalt der Bierstile im Glas und in der Flasche

Bis Mitternacht saßen wir zusammen. Dann war auch für diesen Tag genug verkostet und gefachsimpelt.

Sonntag: Frühstück, Rückblick und ein herzliches Danke

Beim gemeinsamen Frühstück am Sonntag ließen wir das Wochenende noch einmal Revue passieren. Anschließend wurden Souvenirs mitgenommen, die Einkäufe verstaut und die Heimreisen angetreten.

Hausgemachte Marmeladen und Aufstriche am Frühstücksbuffet im Biergasthof Riedberg

Detailansicht hausgemachter Marmeladen und Aufstriche am Frühstücksbuffet © dualpixel.studio / Martin Seifried, www.dualpixel.at

Mein herzlicher Dank gilt allen Teilnehmern: für die Neugier, die angenehme Gesellschaft, die verlässliche Pünktlichkeit und das viele Lob. Wenn eine Gruppe so gut mitmacht, macht auch das Organisieren Freude.

Ebenso danke ich den Brauereien und allen Partnern, die uns ihre Türen geöffnet, ihr Wissen geteilt und sich persönlich um uns gekümmert haben. Die Führungen, Verkostungen und Gespräche haben dieses Wochenende geprägt. Danke auch an Auto Zauner für das passende Fahrzeug und die unkomplizierte Abwicklung.

Sie möchten die Bierregion Innviertel selbst kennenlernen? Im Biergasthof & Hotel Riedberg verbinden sich Hotel, Wirtshaus und Bierkeller zu einem Aufenthalt mit kurzen Wegen und viel Bierkultur. Ob bei einer Bierverkostung oder einem Bierurlaub im Innviertel: Wir helfen Ihnen gerne dabei, das passende Erlebnis zu finden.

Darauf ein Bier!

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