Neues vom Biergasthof Riedberg

08
Dez

Einbrauen des Samichlaus am 6. Dezember

Sankt Nikolaus ist ein braver Mann…

… Karl Stöhr man nicht genug danken kann! Am Freitag, 6. Dezember war es wieder soweit: das alljährliche Brauen des als Samichlaus bekannten Starkbieres der Brauerei Eggenberg stand auf der Tagesordnung. Und Eggenberg International Eigentümer und Geschäftsführer Karl Stöhr lud Partner, Mitarbeiter und Kunden nebst „Größen“ aus der Bierszene zu dieser außergewöhnlichen Veranstaltung.

Die Teilnehmer am K2 Gipfeltreffen im Innviertler Biermärz

Die Teilnehmer am K2 Gipfeltreffen im Innviertler Biermärz – Karl Zuser und Karl Stöhr

Die Besucherzahl war recht überschaubar, was den Rahmen der Veranstaltung aber keinesfalls schmälerte. Etwa 50 bieraffine Europäer, ja es war sehr international, folgten dem Ruf des heiligen Bischofs nach Vorchdorf in die Nähe von Gmunden. Italiener, Franzosen, Holländer, Russen, Deutsche und nicht zuletzt Österreicher redeten wild durcheinander und veranlassten den Gastgeber, die Begrüßung und verbale Führung durch den Abend in englischer Sprache vorzunehmen. Da der Beginn mit 15 Uhr schon sehr früh war, durfte ich mich sputen, nichts zu versäumen. Nachdem ich in den vergangenen Jahren die Einladung immer ablehnen musste, da ich selber als Nikolaus unterwegs war, nutzte ich heuer die Gelegenheit, da ich mir beim Golfspiel den Fuß brach, diese Aufgabe abzugeben und nahm die Einladung dankenswerterweise an. Und ich sollte nicht enttäuscht werden.

Zum Empfang gab es Eggenberger naturtrüb und das hauseigene Pils alias Hopfenkönig vom Faß. Dazu wurden Brötchen mit Aufstrichen der eigenen Schweinezucht gereicht. Im Festsaal des Schlosses Eggenberg begann sofort das gegenseitige Kennen lernen. Laut wurde es, als die Italiener und Franzosen dazu stießen. Aber es stand schon der nächste Programmpunkt an:

Braumeister Hannes Bauer führte durch die Brauerei und zeigte uns den Ablauf hinter den Kulissen. Immerhin werden ca. 160 T hl in dieser traditionsreichen Brauerei jährlich produziert und verkauft. Chapeau. Um 16.30 Uhr war dann der eigentliche Höhepunkt des Abends: die kurze Andacht in der Eggenberg’schen Kapelle zu Ehren des Samichlaus wurde zelebriert. Hochwürden Pfarrer Leonhard (inzwischen verstorben, Anm.) predigte zum Thema Spurensuche. Sehr treffend und passend. Im Anschluss ging es wieder zurück ins Sudhaus, wo die Segnung des aktuellen Sudes, des somit geheiligten Bieres im Beisein von Bierpapst Conrad Seidl erfolgte. Gott gebe Glück und Segen drein!

Aktuelle Auswahl in der 0,33 l Flasche, auch zu finden in unserem einzigartigen Bierkeller - bestens gereift natürlich

Aktuelle Auswahl in der 0,33 l Flasche, auch zu finden in unserem einzigartigen Bierkeller – bestens gereift natürlich

Nun war es aber Zeit, das göttliche Getränk zu verkosten. Gastgeber Karl Stöhr erläuterte uns den ungezwungene Ablauf des Abends, natürlich wieder in englischer Sprache, bis hin zur Selbstbedienung bei größerer Durststrecke. Dies war aber nur in Ausnahmefällen notwendig, da sich Fräulein Birgit als Kellnerin sehr rührig um uns Alle kümmerte.

Die erste Flasche Samichlaus 2008 in der 3 lt Version bekam ich in die Hand mit den Worten: „Du weißt ja, wie das geht.“ Worauf ich antworte: „Ich würde aber gerne mit den anwesenden Freunden und Gästen teilen!“ Und sogleich wurden die Gläser mit feinstem Samichlaus gefüllt und man vernahm ein „Ahhh“ und „Ohhh“ im ganzen Raum. Es sollte aber von nun an nicht mehr abreißen. Als nächstes kam Samichlaus 2011 im gebrauchten Chardonay-Holzfass gereift ins Glas. Ein Genuss! Biersepp Wejnar, Reinhold Barta und Heinrich Wibmer nebst Gattin stimmten unisono zu, dass der Jahrgang 2004 nicht umsonst den World Beer Cup 2012 in der Kategorie „best aged beer“ gewinnen musste. Er stach deutlich zwischen seinen beiden Jahrgangsmäßigen „Nachbarn“ 2002 und 2006 hervor und überzeugte die anwesenden Verkoster einheitlich.

Zwischendurch wurde das Buffet aufgebaut und die inzwischen hungrigen Mäuler gestopft. Wer dachte, hier sei bereits das Ende in Sicht, der irrte gewaltig. Mozarttaler wurden zur nächsten 1 Liter Flasche Samichlaus gereicht. Gefolgt vom Käsebuffet mit von Mangalitzaschweinespeck umhüllten Grissini bis hin zum Samichlaus mit Vanilleeis wurde alles aufgetischt, was gut und recht ist. Wir füllten uns wie im (Bier-)himmel.

Zu Kaffee und Zigarre wurde Samichlaus Bierbrand in den verschiedensten Variationen kredenzt. Zu diesem Anlass erklärte uns ein Holländer felsenfest, er hätte ein Bier mit 70% Vol. Alk. gebraut und wir sollten ihn doch einmal besuchen, um Dies glaubhaft bestätigt zu bekommen. Wir baten ihn, doch mal ein paar Flaschen vorab zu senden. Mal sehen…

Die gesammelten Eindrücke des Abends in einem Foto zusammengefasst

Die gesammelten Eindrücke des Abends in einem Foto zusammengefasst

Nicht zuletzt aufgrund der Stärke der Getränke und des übermächtigen und übermäßigen Speisengenusses Tribut zollend, begaben sich die ersten Gäste bereits um 23 Uhr auf den Heimweg und ich selbst wurde um Mitternacht vom Taxi ins Hotel gebracht. Beim morgendlichen Treffen am darauf folgenden Tag an der Stätte der Freude, wurde mir verstohlen mitgeteilt, dass noch bis 3 Uhr Früh gefeiert wurde. Welche Ausdauer.

Zusammenfassend möchte ich mich sehr herzlich bei der Firma Eggenberger International für die Einladung bedanken. Es war ein gelungener, amüsanter, interessanter und ansprechender Nachmittag bzw. Abend mit tollen Gesprächen, beeindruckenden Bieren und kulinarischen Genüssen der Extraklasse. Gerne wieder.

Stöhr Karl ist ein braver Mann, dem man nicht genug danken kann!

Fakten:
Samichlaus ist das Stärkste kommerziell vertriebene Lager-BIER der Welt
Am 06. Dezember ist der Brautag des „Sankt Nikolaus“ Bieres. Danach muss es bis zu 10 Monaten reifen
1999 von der Brauerei Hürlimann in der Schweiz an die Brauerei Eggenberg verkauft
Seit 2000 gibt es diese Spezialität wieder, nachdem die Brauerei 1997 den Betrieb in der Schweiz einstellte
1700 hl werden jährlich gebraut
Hauptabnehmerländer sind neben den USA auch Italien, Frankreich und Russland.

Bericht vom Einbrauen des Samichlaus, geschrieben bereits 2013, danach veröffentlich im BierIG Magazin

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