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Neues vom Biergasthof Riedberg

05
Feb

Besuch der Braukunstlive 2018

Jedes Jahr dasselbe? Und doch ein bisschen anders!

Dieses mal habe ich mich entschlossen, keinen Live Ticker zu machen, sondern Euch die Geschichte im nachhinein zu erzählen. Auf geht’s!

Freitag, 02. Februar, 6.00 Uhr läutet der Wecker für mich. Tagwache! Frühstücksservicedienst ist angesagt. Die ersten Gäste werden schon um 6.30 Uhr zum Frühstück bereit stehen. Da heißt es sich sputen. Semmeln (Brötchen) und Gebäck aufbacken, Wurst, Schinken und Käse von den regionalen Partnern aufschneiden, Biomüsli, Milch, usw. alles ans Buffet stellen und die Gäste mit frisch gepresstem Orangensaft und Eiergerichten verwöhnen. Kaffeemaschine kaputt, na bravo. Geht ja schon mal gut los. Gott sei dank ist eine 2. Maschine vorhanden. Plan B eben.

Bis 8.15 Uhr habe ich Zeit, dann muss ich nach Geinberg zu den Verhandlungen über die zukünftige touristische Ausrichtung. Um 11.30 Uhr mache ich mich dann endlich auf den Weg Richtung München. Gerade mal über die Grenze gefahren, plagt mich auch schon der Hunger. Ob ich das bis am Abend aushalten werde? Bei der Messe ist die Speisenauswahl „überschaubar“. Da kehre ich doch lieber beim Weissbräu Graminger in Graming zu. Wenn schon der Kapitän (Manfred Schaurecker) immer so schwärmt.

Also abfahren von der B94 und Richtung Altötting weiter. Offen ist zum Glück und ein Tisch ist frei. Ich bestelle gleich mal Suppe und Hauptspeise, die Nachspeise traue ich mich noch nicht, sollte kein „Platzerl“ bleiben. Und? Was denkt Ihr? Natürlich gab es dann auch noch die Nachspeise!

Um etwa 15.30 Uhr kam ich dann, mit etwas Verspätung (ich wollte schon um 14 Uhr dort sein) in München an. Jetzt ist es ohnehin schon egal, denke ich mir. Bevor ich am Abend zur Müdigkeit neigen, raste ich noch kurz und begebe mich auf 17 Uhr zur Messe. Gesagt, getan. Noch kurz das Mobiltelefon aus dem Auto geholt, das ich dort vergessen habe und ab auf die Messe. Diesmal besorge ich mir ein Einzelticket. Man lernt ja dazu … (Siehe Bericht vom Vorjahr!). Also EUR 25,– inklusive Glaspfand und los geht der bunte Verkostungsreigen. Denkste! Zuerst heißt es „Hallo“ hier und „Servus“ da, wie eben jedes Jahr. Das erste Bier gibt es dann beim Stand vom Eiswerk und Kurskollegen Martin Zuber. Ein kaltgehopftes Session Pils, soweit ich mich noch erinnere. Da kommt auch schon Biersommelierkollege und Administrator der Facebookgruppe „Club der (Diplom-) Biesommeliers“, sowie Mitlgied im Vorstand des Verbandes der Sommeliers für Bier, Klaus Artmann vorbei.

Und auch Hans Wächtler, samt Gattin Stephanie, sowie Regina und Michael Kolarik-Leingartner, Simon Saxinger, und, und, und. Ich konnte nicht mal mit allen ein Foto machen! ;-(

Weiter geht’s zum Stand vom Paulaner Bräuhaus, wo Kurskollegin Tanja Leidgschwendtner tätig ist. „Vladimir“ heißt der falsche Russ‘. Weißbier mit Citra kaltgehopft. Kommt gut an. Vom Pepi dem Doppelbock war ich dann doch nicht so überzeugt.

Nächstes Ziel: Stand von Doemens und BierKulturHaus (Infostand zur Sommelierausbildung). Oli und Michi (Zepf) haben heute Dienst. HonSo hat mich jetzt auch entdeckt und wir beschließen, gemeinsam den Stand von Raschhofer zu besuchen. Hier treffen wir Micky Klemsch, der schon etliche #mickybier genossen hatte und darum schon verzweifelt nach fester Nahrung lechzte. Kann man ihm nicht verübeln. War ja nicht mit, beim Graminger …

Mit Michi (Kolarik-Leingartner) mache ich mich auf die Runde. Bei Martin gibt es das Dubbel in unterschiedlichen Holzfässern (Rum oder Muscatel), wobei Dubbel mit 8,4 % nicht Bierstilkonfom ist, zumindest in meiner Wahrnehmung. Für ein Tripel war es viel zu dunkel und für ein Quadrupel wieder zu leicht? Egal, das Bier hat sehr gut geschmeckt und wurde von mir für den einzigartigen Bierkeller bestellt. Ebenso wie der Brau Heist, welcher in Amerika als Collaborationsud von Tölzer Mühlenfeld Brauerei und Weyerbacher (USA) gebraut wurde. Ein Weizentrippelbock mit mehr als 10 % Vol. Alk. und guter Banane. Wohl auch ein #mickybier?

Brauheist Weizenbock

Weiter geht es über „Hausfreund“ zum wohl verrücktesten Brauer Deutschlands, Weinsommelier und Biersommelier David Hertl, der auch gleich mit seiner vollen Kanone aufwartet. Jägermeister Bock, Heidelbeerirgendwas, Gurkengose, Burton Ale, Hopfen Gin, und, und, und. Ich kann mir nicht mehr alles merken! 🙂 David, bitte verzeihe mir!

Ich kann nur sagen, es ging in diesem Trott weiter. Insgesamt habe ich bzw. wir aber lediglich etwa 10 Stände geschafft. Somit heißt es am nächsten Tag doch noch mal ran, denn die Pforten schließen mit deutscher Pünkt- und Gründlichkeit um 23 Uhr. Die Zapfhähne versiegen schon um 22.30 Uhr. Passt ja.

Also: Auf ins Bold Hotel, zur After Show Party. Wir haben wieder unseren „Stammtplatz“. Nicht mitten im Geschehen, dafür alles im Überblick. Manfred und Martin (BierIG) und HonSo und Markus Trinker (Wildshut) sind auch noch unterwegs. Gegen den Hunger werden Pizzen bestellt, gegen den Durst „August Helles“, Giesinger „Pilschen“ und was der Kühlschrank (teilweise auch ungekühlt) hergibt. Prost und Mahlzeit.

Um 2 Uhr früh löst sich die Geschichte dann aber schön langsam auf und auch ich versuche den Weg an die Bar, um die Zahlung zu klären. Denkste! Bis 4 Uhr früh galt es noch Gespräche zu führen, über den morgigen Tag, welche Stände ich noch besuchen darf und was unbedingt verkostet gehört. Na bravo!

Eigentlich hätten wir vereinbart, dass wir um 11 Uhr im Weißen Brauhaus Frühschoppen machen. Ich habe aber – vorsichtshalber – mal bis 12.30 Uhr geschlafen. Die Messe öffnet ja ohnehin erst um 14 Uhr. Da ereilt mich ein Anruf von Michael „Bist Du schon auf?“. „Natürlich“ vermelde ich großspurig, den Kopfpolster noch im Gesicht. „Wir gehen gerade in das Weisse Brauhaus!“ „Ich bin in 30 Minuten da, kann aber auch eine halbe Stunde werden!“. Jetzt heißt es sich sputen. Hinein in die Lederhose und „Taxi!“.

Wie jedes Jahr beginnt der Spätschoppen mit einem Weißbier. Abatzter und Brezen sind schon aufgetischt. Jetzt ein TAP 5 und eine ordentliche Mahlzeit. Dessert? Zwetschkenbavesen und Kaiserschmarren. Pfau, das „daucht die Schalung“. Michi nimmt die Pöckelzunge. Mahlzeit!

Um 17 Uhr ist es aber auch schon wieder genug mit Spätschoppen. Wir wollen ja noch einige Stände besuchen und das eine oder andere Bierchen verkosten.

Heute wollen wir beim Stand von Schneider Weisse unser Glück versuchen. Georg Schneider VI höchstpersönlich macht das Gruppenfoto von uns und auch Bierpapst Conrad Seidl gesellt sich zu uns. Weißbier, wie jedes Jahr. Ich entscheide mich für den Aventinus Eisbock. Das „Brotzeit“ Bier scheint ja leider nicht in die Gänge zu kommen. Mal sehen, ob wir es ein anderes Mal besser erwischen?

Conrad stellt uns noch den Leiter der Berufschule München für Brautechnik und Gastronomie vor, der uns prompt einlädt, seine Schule nebst Brautechnik zu besuchen. Ich werde Euch berichten, sobald ich dort war …

Nach Staatsmeister 2013 (Markus Trinker) und aktueller Staatsmeister (2017, MIchi) kommt nun auch Staatsmeister 2015, Clemens Kainradl mit in den Verkostungsreigen. Und auch unser Schweizer Kollege Kilian Albrecht, der sich noch mal sehr herzlich bei mir für die Organisation der Verbandstagung in Ried bedankt und mir beste Grüße von den Schweizer Kollegen (Getränke Hahn, …) ausrichtet. Besonders gefreut hat mich die Aussage, dass aufgrund meines Themas bei der Tagung (Bier im Tourismus) sie (die Schweizer) eine Bierregion Bodensee gründen werden. Es ist eben doch keine Anstrengung umsonst …

Wir schlendern – wieder – zu Martin und zur Tölzer Mühlenfeld Brauerei, um die Biere den Herren zu präsentieren. Kommen, erwartungsgemäß, auch sehr gut an. „Darauf ein Bier!“ hört man sie sagen. Auch Micky ist wieder aktiv und versucht die Fotos nachzuholen, die er am Vortag verpasst hat. Auch wir sind mit dabei. Danke Micky für die Fotos! 😉

Jetzt aber noch rasch zu Ulrike Genz und die Schneeeulen verkosten um dann noch bei Kurskollegen Malte Tack von der Vulkanbrauerei den Bourbon Bock zu verkosten.

Ich habe aber noch einige Stände am Programm: Raschhofer Bier – ich habe Christoph Scheriau versprochen, noch vorbei zu kommen – Domenes und BierKulturHaus, da heute Jens Dienst hat, Jens Reineke möchte mir die Hobbybrauerbiere präsentieren, Helge Pahl sein Wackenbräu und zu guter Letzt noch zu Malte retour, um endlich mal seinen Bourbon Bock für den Bierkeller zu erwerben. Soviel kann ich verraten, ich habe alle noch geschafft, auch wenn es „hart“ war. Leider war Christoph heute nicht im Dienst, dafür Jürgen (Schneider), mit dem ich mich ganz angeregt über die Bier -Leitungsreinigung in der Gastronomie unterhalten habe.

Und nach der Messe? Natürlich wieder ins Bold Hotel zur After Show Party. „The same procedure as every year?“ „Yes, Miss Sophie!“. Unseren Tisch eingenommen und gefachsimpelt bis in die frühen Morgenstunden. Diesmal blieben lediglich Manfred und Martin standhaft, aber auch meine Kondition lies bereits zu wünschen übrig.

Am nächsten Tag machte ich mich um etwa 10.15 Uhr in Richtung Heimat auf den Weg. Leider habe ich niemanden mehr zum Frühstück angetroffen.

Wie jedes Jahr war die Braukunst Live ein Klassen- und Familientreffen, mit interessanten Bieren und Gesprächen. Wie jedes Jahr hatte ich keine Chance, alle Biere zu verkosten, die ich noch nicht kenne. ABER! Heuer habe ich beide Tage genützt und trotzdem nicht geschafft. Ich freue mich schon auf die BKL 2019 und hoffe, dass wir uns wieder treffen. Damit es wieder so wird, wie jedes Jahr …

P.S.: Die vielen Kolleginnen und Kollegen die ich getroffen habe, aber nicht erwähnt wurden mögen mir bitte verzeihen! (Mareike Hasenbeck, Stefan Butz, Domi No, Stefan Kalkbrenner, …)

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