Nikolaus & Krampus & Feuerzangenbowle – Das Samichlaus-Sektionstreffen
Wenn sich Biersommeliers aus der Sektion Österreich West im Advent treffen, dann ist eines sicher: Es wird feierlich, genussvoll und voller Hopfen + Malzmagie. Das exklusive Samichlaus-Sektionstreffen vom 5. bis 7. Dezember 2025 war eine Hommage an winterliche Bierspezialitäten, alte Brauchtümer und die freundschaftlichen Bande, die gutes Bier zu knüpfen vermag. Mit nur sieben Plätzen war die Runde klein, aber fein – und umso intensiver die Erlebnisse.
Tag 1 – Der Krampustag
Das Sektionstreffen im Rahmen der alljährliche Samichlaus-Segnung war im Handumdrehen ausgebucht. Kein Wunder, denn die Teilnehmerzahl war auf 7 limitiert, und da heißt’s schnell sein wie der Krampus vor dem Nikolo! Und ehe man noch „Prost!“ sagen konnte, war der große Tag da.

Schon kurz vor 16 Uhr trudelten die ersten Teilnehmer ein – begleitet von herzlichen Umarmungen, Lachen und lebhaften Berichten über vergangene Bierabenteuer. Die Zeit verging wie im Flug (oder wie im Flugzeug, je nach Biersorte) und schon bald wartete der erste Höhepunkt.
Frühstart in den Genuss: Eigentlich war der offizielle Beginn für 18 Uhr angesetzt, aber echte Biersommeliers lassen sich nicht bitten. Also wurde bereits kurz nach 16 Uhr zum Zapfhahn gegriffen: Besonders beliebt war das aktuelle Bier des Monats, das La Trappe Isid’or, frisch gezapft, flankiert von weiteren Raritäten aus dem Spezialitätenkühlschrank.

Um 17:30 Uhr erklang dann der feierliche Ruf: „Zuckerhut marsch!“ – Wirt und Hotelier Karl Zuser jun., unser allseits geschätzter Diplom Biersommelier, entzündete die Feuerzangen-Bierbowle – oder wie sie in dieser Runde liebevoll genannt wurde: Krambambuli. Die Gläser klirrten, der Zucker tropfte, und die Stimmung war – nun ja – brandheiter. So entstand unser alljährlicher Bierpunsch und die Handys glühten im Papparazzi-Stil.

Papparazzi wohin das Auge reicht
Man nahm Platz am festlich gedeckten Tisch im Nikolaus-Krampus-Stil, und schon servierte Beate ein perfekt abgestimmtes 3-Gänge-Menü aus der Küche des Biergasthof Riedberg:
* Kürbiskremsuppe kombiniert mit La Trappe Blond
* Rinderbraten in Biersoße mit Rotkraut & Nudeln, begleitet von Rodenbach Alexander
* Mousse au Chocolat aus Zusers-feinster Bierschokolade
Dazu wurde eine ganz besondere Rarität entkorkt: Eine Original-Schmutzli-Flasche aus dem Jahr 2016 – herzlicher Dank an Claude für diesen Genuss! Außerdem kam der frisch eingebraute Schmutzli 2025 auf den Tisch: Ein Sonderbier zum 20-jährigen Jubiläum des Biersommelier Verbands.

Perfekte Kombination: Mousse von Zusers feinster Bierschokolade und die Schmutzlis
Beide Biere harmonierten hervorragend mit dem Dessert und rundeten das Geschmackserlebnis perfekt ab.
Der Abend klang mit einer offenen Weihnachtsbierverkostung aus, begleitet von Gesprächen, Lachen und Bierschmäh bis weit nach Mitternacht. Ein Auftakt, wie er festlicher und herzlicher kaum sein könnte.

Ausschließlich Höhepunkte der Bierwelt zum Thema „Weihnachten“
Tag 2 – Der Samichlaus-Tag
Nach einer kurzen, aber intensiven Nacht trafen sich alle um 8:30 Uhr zum Bierfrühstück. Wie gewohnt gab’s eine große Auswahl an regionalen Produkten – vom reichhaltigem Buffet mit ausschließlich regionalen Spezialitäten. Zuser Qualität eben.

Abfahrt war für 9:45 Uhr geplant, und wie es sich für eine gut organisierte Runde gehört, stand das Taxi schon kurz nach halb zehn bereit. Die Fahrt nach Vorchdorf zur Schlossbrauerei Eggenberg verging wie im Hopfenflug.
Da Gastgeber Karl Zuser jun. aufgrund seiner Hüftoperation nicht selbst teilnehmen konnte, übernahm Martin Seidl als Reiseleiter das Kommando. Oder wie man im Innviertel sagt: Er war der „Prograder“ des Tages.

Im Eiskeller der Schlossbrauerei, wo traditionell der Empfang stattfindet, gab’s ein Wiedersehen mit Größen aus der Bierwelt – und wie immer einer beachtlichen Zahl italienischsprachiger Gäste.

Nach einem Aperitif mit Spezialitäten aus dem Hause Eggenberg ging es ins Sudhaus zur feierlichen Segnung des neuen Samichlaus-Jahrgangs 2026. Bruder Jakobus und Karl Stöhr (alias „Mr. Samichlaus“) zelebrierten eine kleine Andacht – ein Moment voller Würde und Tradition.

Heuer verzichtete man auf die klassische Würzeverkostung, wohl aus organisatorischen Gründen. Neu war auch der frühere Beginn um 11 Uhr, was wohl dem Samstagstermin geschuldet war.
Zur Stärkung gab’s im Eiskeller einen traditionellen Schweinsbraten. Danach folgte die Samichlaus-Raritätenverkostung mit wahren Schätzen – Bieren, die es so nicht mehr zu kaufen gibt.

Der nächste Programmpunkt führte uns ins Bierhotel Ranklleiten, das Karl Stöhr vor rund zehn Jahren gekauft und liebevoll renoviert hat. Dort genossen wir einen kleinen Nachschlag Wiener Schnitzel und besichtigten die beeindruckende Flaschenausstellung am Dachboden.

Um 16 Uhr rief das Heimweh, und der Transfer nach Ried wurde organisiert. Doch um 19 Uhr ging’s schon weiter: Karl Zuser hatte für uns eine Jause vorbereitet – und dazu seine ganz persönlichen Samichlaus-Raritäten aus dem einzigartigen Bierkeller serviert.

Von jedem der vier klassischen Samichläuse (Classik, Helles, Schwarzes, Barrique) gab es einen gereiften Jahrgang. Der Höhepunkt: eine Flasche Samichlaus Barrique Glenmorangie 2013 – ein holzfassgereifter Heller Samichlaus im Whiskeyfass, über 12 Jahre gereift. Ein Gedicht von einem Bier!

Im Anschluss durfte sich jeder eine eigene Flasche aus dem Keller wählen – diese wurden gemeinsam verkostet, kommentiert und gefeiert.
Heute war etwas früher Schluss: Bereits um 23 Uhr hieß es „Gute Nacht, Samichlaus!“ – mit vielen Eindrücken, einem warmen Gefühl im Herzen und hopfiger Vorfreude auf das nächste Treffen.

Dank & Ausblick
Recht herzlichen Dank an Karl Stöhr für die alljährliche Einladung und die Möglichkeit, auch einer elitären Gruppe an Diplom-Biersommelierkolleginnen und -kollegen die Teilnahme an der Samichlaus-Segnung zu ermöglichen.
Ein besonderer Dank geht auch an Rainer für die stimmungsvollen Fotos – und an den Verband der Diplom-Biersommeliers, der diese besondere Art von Sektionsveranstaltung möglich gemacht hat.
Nicht zuletzt ein großes Danke an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die mit ihrer Anwesenheit bezeugen, dass dieses Treffen kein alltägliches ist – sondern ein echter Höhepunkt im Bierjahreszyklus.
Wir freuen uns auf eine Neuauflage – voraussichtlich am Sonntag, 6. Dezember 2026 – und hoffen, wieder mit dabei sein zu dürfen.
Darauf ein Bier! 🍻
Stimmen der Teilnehmer
Die Rückmeldungen der Teilnehmer waren überwältigend positiv. Einen kleinen Eindruck davon vermitteln die Beiträge auf Facebook (dort auf „Beitrag ansehen“ klicken!):
📸 Kundenstimme Rainer ansehen
📸 Kundenstimme Bernhard ansehen
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