Untergärige Bierstile – von Pils bis Eisbock

Untergärige Biere prägen heute den weltweiten Biermarkt wie keine andere Bierfamilie. Pils, Helles, Lager, Märzen, Export, Dunkel und Bockbiere zählen zu den bekanntesten Bierstilen der Gegenwart. Der Begriff „untergärig“ beschreibt die verwendete Hefe und die Art der Gärung. Untergärige Hefen arbeiten meist bei kühleren Temperaturen und erzeugen häufig besonders klare, schlanke und ausgewogene Bierprofile.
Auf dieser Seite finden Sie die wichtigsten untergärigen Bierstile im Überblick – fachlich fundiert, verständlich erklärt und mit Blick auf Bier als hochwertiges Kulturgut.

Warum untergärige Biere so prägend sind

Viele Bierklassiker, die im deutschsprachigen Raum täglich getrunken werden, gehören zu den untergärigen Bieren: Pils, Helles, Märzen, Kellerbier, Zwickl, Rauchbier und Bockbier.

Gerade diese Bierfamilie zeigt, wie vielfältig scheinbar „einfache“ Biere sein können – von schlank und hopfenbetont bis malzig, kräftig, rauchig oder festlich.

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Was bedeutet untergärig?

Untergärige Biere werden mit untergäriger Hefe vergoren. Diese arbeitet meist bei niedrigeren Temperaturen als obergärige Hefe und bildet dabei oft besonders klare, schlanke und ausgewogene Aromen.

Historisch konnten untergärige Biere erst mit kühlen Kellern, Eis, Lagertechnik und später moderner Kühlung in größerem Umfang zuverlässig gebraut werden. Genau diese Entwicklung machte Lagerbiere im 19. und 20. Jahrhundert weltweit erfolgreich.

Heute zählen untergärige Bierstile zu den meistgetrunkenen Bierstilen der Welt. Pils, Helles, internationale Lagerbiere, Märzen und Export prägen in vielen Ländern das Bild davon, was Bier ist.

Obwohl es zahlenmäßig weniger untergärige Bierstile gibt als obergärige, sind untergärige Biere wirtschaftlich und kulturell enorm bedeutend. Sie stehen für Präzision, klare Aromatik, gute Trinkbarkeit und die Kunst der kalten Gärung und Lagerung.

Obergärig und untergärig im Vergleich

Merkmal Untergärige Biere Obergärige Biere
Gärtemperatur Meist kühler vergoren Meist wärmer vergoren
Aromatik Häufig klar, schlank, malz- oder hopfenbetont Häufig fruchtig, würzig, komplex
Typische Stile Pils, Helles, Märzen, Export, Dunkel, Bock IPA, Pale Ale, Weizenbier, Stout, Saison
Historische Bedeutung Wurde durch Kühlung und Lagertechnik weltweit dominant Sehr alte und vielfältige Biertradition

Helle Lagerbiere

Helle Lagerbiere gehören zu den einflussreichsten Bierfamilien der Welt. Sie sind untergärig, klar, meist hell bis goldfarben und stehen für Frische, Trinkbarkeit und präzise Brautechnik.

Zur Familie der hellen Lagerbiere zählen unter anderem Pils, Helles, Export, Dortmunder Export und helle Kellerbier-Varianten. Gerade diese Stile zeigen, wie fein die Unterschiede zwischen Hopfen, Malz, Körper und Bittere sein können.

Geschichte der hellen Lagerbiere

Die große Erfolgsgeschichte heller Lagerbiere begann im 19. Jahrhundert. Technische Fortschritte bei Mälzung, Kühlung, Gärführung und Lagerung ermöglichten Biere, die heller, klarer und stabiler waren als viele ältere Bierformen.

Besonders Pils und Helles wurden zu internationalen Erfolgsmodellen. Während Pils stärker von Hopfenbittere und heller Eleganz geprägt ist, steht beim Hellen die weiche Malzbalance stärker im Vordergrund.

Typische Merkmale

  • Farbe: hellgelb bis goldfarben
  • Alkohol: meist 4,5 bis 5,8 Volumenprozent
  • Bittere: niedrig bis deutlich, je nach Stil
  • Aroma: Getreide, helles Malz, Brotkrume, Kräuter, Blüten, dezenter Hopfen
  • Körper: schlank bis mittelkräftig
  • Trinktemperatur: etwa 5 bis 8 °C
  • Passt zu: Jause, Schnitzel, Backhendl, Fisch, Geflügel, milde Käse und klassische Wirtshausküche

Helle Lagerbiere im Vergleich

Stil Charakter Typische Aromen
Pils Schlank, hell, hopfenbetont Kräuter, Blüten, Getreide, feine Bittere
Helles Weicher, malzbetonter, rund Brotkrume, helles Malz, dezente Süße
Export Kräftiger und ausgewogen Malz, Brot, milde Hopfenbittere
Dortmunder Export Etwas kräftiger, trocken und harmonisch Malz, Mineralität, Hopfenbalance
Helles Kellerbier Unfiltriert, frisch und hefebetont Getreide, Hefe, Hopfen, Brot

Unterstile dieser Familie

Zu den wichtigsten hellen Lagerbieren zählen:

  • Pils
  • German Pils
  • Bohemian Pilsner
  • Münchner Helles
  • Export
  • Dortmunder Export
  • Helles Kellerbier
  • Helles Zwickl

Die einzelnen Bierstile werden nachfolgend separat beschrieben.

Abgrenzung zu obergärigen hellen Bierstilen

Helle Lagerbiere wirken meist klarer, schlanker und weniger fruchtig als obergärige helle Bierstile wie Kölsch, Golden Ale oder Pale Ale. Die untergärige Gärung betont häufig Malz, Hopfen und Balance, während Hefearomen meist zurückhaltender bleiben.

Speisenempfehlungen

Helle Lagerbiere sind vielseitige Speisenbegleiter. Sie passen besonders gut zu klassischer Wirtshausküche, gebackenem Fleisch, Fisch, Geflügel, kalter Jause, mildem Käse und hellen Saucen.

Warum helle Lagerbiere wichtig sind

Helle Lagerbiere haben die moderne Bierwelt stärker geprägt als fast jede andere Bierfamilie. Sie zeigen, dass scheinbar einfache Bierstile große handwerkliche Präzision verlangen.

Gerade weil diese Biere wenig verstecken, zeigen sie besonders deutlich, wie sauber und ausgewogen ein Bier gebraut sein muss.

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Pils

Pils ist ein helles, schlankes und hopfenbetontes untergäriges Bier mit feiner bis deutlicher Bittere und hoher Trinkbarkeit.

German Pils

German Pils ist meist trocken, feinherb und klar hopfenbetont. Typisch sind helle Farbe, schlanker Körper und kräuterige bis blumige Hopfenaromen.

Bohemian Pilsner

Bohemian Pilsner ist die böhmische Interpretation des Pilsners. Es wirkt meist etwas malziger, runder und goldener als viele deutsche Pilsbiere.

Münchner Helles

Münchner Helles ist ein helles, weiches und malzbetontes Lagerbier mit dezenter Hopfung und besonders harmonischem Charakter.

Export

Export ist ein etwas kräftigeres untergäriges Bier mit mehr Stammwürze, ausgewogener Malzbetonung und moderater Hopfenbittere.

Dortmunder Export

Dortmunder Export ist eine regionale Exportbier-Tradition aus Dortmund. Der Stil verbindet helle Malznoten, klare Gärung und eine harmonische Balance aus Körper und Bittere.

Helles Kellerbier

Helles Kellerbier ist ein unfiltriertes, untergäriges Bier mit frischem Charakter, leichter Hefetrübung und weicher Malz-Hopfen-Balance.

Helles Zwickl

Helles Zwickl ist ein naturtrübes, jung wirkendes Lagerbier mit frischer Hefe, Getreidenoten und hoher Trinkfreude.

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Wussten Sie schon?

Auch bei hellen Lagerbieren lohnt sich der bewusste Vergleich. Pils, Helles und Export wirken auf den ersten Blick ähnlich, unterscheiden sich im Glas aber deutlich bei Bittere, Malzkörper, Hopfenaromatik und Mundgefühl.

In unserem einzigartigen Bierkeller lagern zahlreiche helle Lagerbiere aus unterschiedlichen Regionen. Eine geführte Bierverkostung ist nach Voranmeldung möglich.

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Helles

Helles ist ein mildes, helles Lagerbier mit weichem Malzkörper, dezenter Hopfenbittere und hoher Trinkfreude. Es wirkt runder und weniger bitter als Pils.

Münchner Helles

Das Münchner Helles ist ein bayerischer Klassiker. Es verbindet helles Malz, sanfte Süße, feine Hopfung und ein besonders ausgewogenes Geschmacksbild.

Export

Exportbiere sind etwas kräftigere helle Lagerbiere mit mehr Stammwürze und Körper als einfache Lagerbiere. Sie wurden ursprünglich für bessere Haltbarkeit und weiteren Transport stärker eingebraut.

Dortmunder Export

Dortmunder Export ist ein helles, ausgewogenes Lagerbier mit malziger Basis, moderater Bittere und trockenerem Eindruck als viele süddeutsche helle Lagerbiere.

Internationales Lager

Internationale Lagerbiere sind meist helle, klare, leicht zugängliche Biere mit schlankem Körper und dezenter Bittere. Sie sind weltweit verbreitet, aber oft weniger charakterstark als regionale Lagerbierstile.

Märzen und Wiener Lager

Märzen und Wiener Lager gehören zu den traditionsreichsten untergärigen Bierstilen Mitteleuropas. Beide Stile sind malzbetonter als Pils oder Helles und zeigen häufig warme Gold-, Bernstein- oder Kupfertöne.

Typisch sind Aromen von Brotkruste, Toast, Karamell, hellem bis dunklerem Malz und eine ausgewogene, meist zurückhaltende Hopfenbittere. Während Märzen historisch stark mit saisonalem Brauen und Festbierkultur verbunden ist, gilt Wiener Lager als eleganter, bernsteinfarbener Lagerbierstil mit österreichischer Geschichte.

Geschichte von Märzen und Wiener Lager

Märzen wurde traditionell im März stärker eingebraut, damit es über die wärmeren Monate lagerfähig blieb. Vor moderner Kühlung war das Brauen in vielen Regionen im Sommer nur eingeschränkt möglich. Kräftigere, gut gelagerte Biere waren daher besonders wichtig.

Wiener Lager entstand im 19. Jahrhundert und wurde stark mit der Entwicklung heller und bernsteinfarbener Lagerbiere verbunden. Charakteristisch war die Verbindung von untergäriger Brauweise, kontrollierter Lagerung und spezieller Malzführung.

Beide Bierstile zeigen, wie stark technische Entwicklung, Rohstoffe und regionale Bierkultur die untergärige Bierwelt geprägt haben.

Typische Merkmale

  • Farbe: goldfarben bis bernsteinfarben, bei Märzen teils kupferfarben
  • Alkohol: meist 5 bis 6 Volumenprozent
  • Bittere: niedrig bis moderat
  • Aroma: Brotkruste, Toast, Malz, Karamell, dezente Kräuter- oder Hopfennoten
  • Körper: mittelkräftig, rund und malzbetont
  • Trinktemperatur: etwa 7 bis 10 °C
  • Passt zu: Schweinsbraten, Brathendl, Knödel, Würstel, Bratgerichte, milder Käse und herzhafte Wirtshausküche

Märzen und Wiener Lager im Vergleich

Merkmal Märzen Wiener Lager
Herkunft Mitteleuropa, besonders Bayern und Österreich Österreich, besonders Wien
Farbe Goldfarben bis bernstein- oder kupferfarben Bernsteinfarben bis kupferfarben
Charakter Malzbetont, rund, festbiertauglich Elegant, trocken, fein malzig
Bittere Meist mild bis moderat Moderat und balancierend
Typische Aromen Brot, Toast, Malz, leichte Süße Toast, Karamell, Brotkruste, feine Hopfenbalance

Unterstile dieser Familie

Zur Märzen- und Wiener-Lager-Familie zählen vor allem:

  • Märzen
  • Festbier
  • Wiener Lager

Die einzelnen Bierstile werden nachfolgend separat beschrieben.

Abgrenzung zu Hellem und Dunkel

Im Vergleich zu Hellem wirken Märzen und Wiener Lager meist malzbetonter, kräftiger und farblich tiefer. Im Vergleich zu Münchner Dunkel bleiben sie heller, weniger röstig und stärker von Toast- und Brotaromen geprägt.

Speisenempfehlungen

Märzen und Wiener Lager passen hervorragend zu klassischer Wirtshausküche. Besonders gut harmonieren sie mit Schweinsbraten, Brathendl, Knödelgerichten, Würstel, gebratenem Fleisch und mildem Käse.

Durch ihre malzige Balance begleiten sie deftige Speisen, ohne sie zu überdecken.

Warum Märzen und Wiener Lager wichtig sind

Märzen und Wiener Lager zeigen die malzbetonte, elegante Seite der untergärigen Bierwelt. Sie verbinden Geschichte, Lagertechnik und mitteleuropäische Bierkultur auf besonders genussvolle Weise.

Gerade Wiener Lager ist zudem ein wichtiger österreichischer Beitrag zur internationalen Biergeschichte.

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Wussten Sie schon?

Wiener Lager ist einer der großen historischen Bierstile Österreichs. Im Glas zeigt sich, wie viel Eleganz in einem malzbetonten Lagerbier stecken kann.

In unserem einzigartigen Bierkeller lassen sich Märzen, Festbier und Wiener Lager hervorragend vergleichen – besonders spannend für alle, die Lagerbier nicht nur trinken, sondern verstehen möchten.

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Bierstile verstehen und besser verkosten

Bierstile lernt man nicht nur durch Lesen kennen. Wer Unterschiede zwischen Pils, Märzen, IPA, Weizenbier, Sauerbier oder Stout wirklich verstehen möchte, sollte sie bewusst vergleichen und verkosten.

Der Bierverkostungsratgeber von Diplom-Biersommelier Karl Zuser zeigt Schritt für Schritt, worauf es bei Farbe, Aroma, Geschmack, Mundgefühl und Stiltypizität ankommt.

Viele Gäste nutzen den Ratgeber als Einstieg in unsere Bierverkostungen, Bierseminare und Bierreisen.

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Dunkle Lagerbiere

Dunkle Lagerbiere gehören zu den ältesten untergärigen Bierstilen Mitteleuropas. Lange bevor helle Lagerbiere und Pils die Bierwelt dominierten, waren dunkle Biere in vielen Regionen die Regel.

Typisch sind Malzaromen von Brotkruste, Karamell, Nüssen, Toast und teilweise feinen Röstaromen. Trotz ihrer dunkleren Farbe wirken viele dieser Biere überraschend weich, ausgewogen und gut trinkbar.

Geschichte der dunklen Lagerbiere

Vor der Entwicklung moderner Darre- und Mälztechnik waren dunklere Malze deutlich häufiger als heute. Entsprechend dominierten dunkle Biere über viele Jahrhunderte die Bierlandschaft Mitteleuropas.

Mit dem Erfolg von Pils und Hellem verloren viele dunkle Lagerbiere Marktanteile. Heute erleben zahlreiche traditionelle Stile eine Renaissance und zeigen die Vielfalt der malzbetonten Lagerbierwelt.

Typische Merkmale

  • Farbe: bernsteinfarben bis tiefschwarz
  • Alkohol: meist 4,5 bis 6 Volumenprozent
  • Bittere: niedrig bis moderat
  • Aroma: Brotkruste, Toast, Karamell, Nuss, Kakao, leichte Röstaromen
  • Körper: mittel bis vollmundig
  • Trinktemperatur: etwa 8 bis 11 °C
  • Passt zu: Braten, Wild, Pilzgerichte, dunkle Saucen, Würstel, Hartkäse

Dunkle Lagerbiere im Vergleich

Stil Charakter Typische Aromen
Münchner Dunkel Malzbetont und weich Brotkruste, Karamell, Toast
Schwarzbier Schlanker und trockener Kakao, Kaffee, leichte Röstnoten
Dunkles Lager Regional unterschiedlich Malz, Nuss, Brot, Karamell

Unterstile dieser Familie

  • Münchner Dunkel
  • Schwarzbier
  • Dunkles Lager

Die einzelnen Bierstile werden nachfolgend separat beschrieben.

Abgrenzung zu Porter und Stout

Obwohl dunkle Lagerbiere ähnlich dunkel erscheinen können wie Porter oder Stout, unterscheiden sie sich deutlich durch die untergärige Brauweise. Die Röstaromen sind meist feiner eingebunden und die Biere wirken oft schlanker und ausgewogener.

Speisenempfehlungen

Dunkle Lagerbiere harmonieren hervorragend mit Braten, Wild, Pilzgerichten, dunklen Saucen, gereiftem Käse und vielen traditionellen Wirtshausgerichten.

Warum dunkle Lagerbiere wichtig sind

Dunkle Lagerbiere erinnern daran, dass die Geschichte des Bieres nicht mit Pils begonnen hat. Sie zeigen die malzige Seite der Braukunst und verbinden jahrhundertealte Tradition mit moderner Lagerbierkultur.

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Münchner Dunkel

Münchner Dunkel ist ein malzbetontes, untergäriges Bier mit Aromen von Brotkruste, Toast und feinem Karamell bei weichem, ausgewogenem Charakter.

Schwarzbier

Schwarzbier ist ein dunkles, untergäriges Bier mit schlankem Körper, feinen Röstnoten sowie Anklängen von Kakao und Kaffee.

Dunkles Lager

Dunkles Lager umfasst verschiedene regionale Interpretationen dunkler untergäriger Biere mit Schwerpunkt auf Malz, Balance und hoher Trinkbarkeit.

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Wussten Sie schon?

Viele Biertrinker erwarten bei dunklen Bieren automatisch schwere oder süße Aromen. Tatsächlich sind viele dunkle Lagerbiere überraschend ausgewogen, elegant und hervorragend trinkbar.

In unserem einzigartigen Bierkeller lassen sich dunkle Lagerbiere, Schwarzbiere, Porter und Stouts direkt miteinander vergleichen – ein spannender Einblick in die Welt dunkler Biere.

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Kellerbier, Zwickl, Landbier und Zoigl

Kellerbier, Zwickl, Landbier und Zoigl gehören zu den ursprünglichsten untergärigen Bierstilen Mitteleuropas. Sie stehen für regionale Braukultur, handwerkliche Tradition und den bewussten Verzicht auf maximale Filtration und technische Vereinheitlichung.

Viele dieser Biere werden naturtrüb ausgeschenkt und bewahren dadurch mehr Hefe, Eiweißstoffe und Aromakomponenten als stark filtrierte Lagerbiere. Das Ergebnis sind charaktervolle Biere mit hoher Frische und ausgeprägter Persönlichkeit.

Geschichte von Kellerbier und Zoigl

Historisch wurden viele Biere direkt aus dem Lagerkeller ausgeschenkt. Sie waren häufig unfiltriert, naturtrüb und noch vergleichsweise jung. Daraus entwickelte sich die Tradition des Kellerbiers.

Der Begriff Zwickl stammt ursprünglich vom Zwickelhahn, mit dem Brauer Proben aus Lagertanks entnahmen. Das daraus entstandene Zwicklbier steht bis heute für frische, naturtrübe Biere mit besonderer Trinkfreude.

Eine Sonderstellung nimmt Zoigl ein. Diese einzigartige Bierkultur der Oberpfalz basiert auf kommunalen Brauhäusern und gemeinschaftlicher Brautradition. Zoigl gilt heute als eines der bemerkenswertesten Beispiele lebendiger europäischer Bierkultur.

Typische Merkmale

  • Farbe: hellgolden bis bernsteinfarben
  • Alkohol: meist 4,5 bis 5,5 Volumenprozent
  • Bittere: niedrig bis moderat
  • Aroma: Getreide, Brotkruste, Hefe, Kräuter, feine Malzsüße
  • Körper: weich, rund und vollmundiger als viele filtrierte Lagerbiere
  • Trinktemperatur: etwa 6 bis 9 °C
  • Passt zu: Jause, Schweinsbraten, Würstel, Brotzeiten, Käse und klassischer Wirtshausküche

Kellerbier, Zwickl und Zoigl im Vergleich

Stil Besonderheit Typische Aromen
Kellerbier Traditionell aus dem Lagerkeller ausgeschenkt Brot, Malz, Hefe, Kräuter
Zwicklbier Naturtrüb und besonders frisch Getreide, Hefe, Malz, feine Frucht
Landbier Regionale Brautradition Malz, Brotkruste, Kräuter
Zoigl Kommunale Brauhauskultur der Oberpfalz Malz, Hefe, feine Würze, Lageraromen

Unterstile dieser Familie

Zur Kellerbier- und Naturtrüb-Familie zählen vor allem:

  • Kellerbier
  • Zwicklbier
  • Landbier
  • Zoigl

Die einzelnen Bierstile werden nachfolgend separat beschrieben.

Abgrenzung zu filtrierten Lagerbieren

Im Vergleich zu Pils, Hellem oder Export werden Kellerbiere und Zwicklbiere häufig unfiltriert ausgeschenkt. Dadurch wirken sie meist etwas voller, aromatischer und ursprünglicher. Die Hefe trägt zusätzlich zur Komplexität und Frische bei.

Speisenempfehlungen

Kellerbier, Zwickl und Zoigl passen hervorragend zu Brotzeiten, Schweinsbraten, Würstelgerichten, Käse, Aufstrichen und klassischer Wirtshausküche. Die ausgewogene Malz-Hopfen-Balance macht sie zu vielseitigen Speisenbegleitern.

Warum Kellerbier und Zoigl wichtig sind

Diese Bierfamilie bewahrt einen Teil jener Braukultur, die vielerorts vor der Industrialisierung selbstverständlich war. Sie steht für Regionalität, Handwerk und Bier als lebendiges Kulturgut.

Besonders Zoigl zeigt eindrucksvoll, wie eng Bier, Gemeinschaft und regionale Identität miteinander verbunden sein können.

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Kellerbier

Kellerbier ist ein traditionelles, meist naturtrübes Lagerbier mit ausgewogener Malz-Hopfen-Balance, feiner Hefenote und hoher Trinkbarkeit.

Zwicklbier

Zwicklbier ist ein naturtrübes, frisches Lagerbier mit weichem Körper, deutlicher Hefearomatik und besonders ursprünglichem Charakter.

Landbier

Landbier bezeichnet regionale Lagerbiertraditionen mit Schwerpunkt auf Malz, Ausgewogenheit und handwerklicher Braukultur.

Zoigl

Zoigl ist eine traditionelle Bierspezialität der Oberpfalz, die auf gemeinschaftlicher Brauhauskultur basiert und meist naturtrüb ausgeschenkt wird.

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Wussten Sie schon?

Naturtrübe Biere gehören zu den ursprünglichsten Bierformen Europas. Viele Biertrinker entdecken bei Kellerbier, Zwickl und Zoigl erstmals, wie stark Hefe und unfiltrierter Ausschank den Charakter eines Bieres beeinflussen können.

In unserem einzigartigen Bierkeller finden sich zahlreiche naturtrübe Spezialitäten aus Österreich, Deutschland und anderen Bierregionen Europas.

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Der Zoiglstern – Zeichen gelebter Bierkultur

Wer in der Oberpfalz einen sechszackigen Stern vor einem Haus hängen sieht, weiß: Hier wird Zoigl ausgeschenkt.

Der sogenannte Zoiglstern geht auf die jahrhundertealte Tradition der kommunalen Brauhäuser zurück. Historisch brauten die Bürger ihr Bier gemeinsam im Kommunbrauhaus und ließen es anschließend zuhause vergären und lagern.

War das Bier fertig, wurde der Stern vor dem Haus aufgehängt. Damit wurde öffentlich angezeigt, dass ausgeschenkt wird. Dieses Prinzip lebt in vielen Zoigl-Orten bis heute fort und macht Zoigl zu einem der authentischsten Bierkulturerlebnisse Europas.

Der sechszackige Stern symbolisiert traditionell die wichtigsten Elemente des Brauens: Feuer, Wasser, Luft sowie die Rohstoffe Malz, Hopfen und Hefe.

Schankbier und Leichtbier

Schankbier und Leichtbier sind keine klassischen Bierstile im engeren Sinn, sondern Bierkategorien, die vor allem über Stammwürze, Alkoholgehalt und Trinkcharakter definiert werden. Trotzdem sind sie für die Bierkultur wichtig, weil sie zeigen, dass Bier nicht immer stark, schwer oder besonders intensiv sein muss.

Besonders Schankbiere waren lange wichtige Alltagsbiere. Sie wurden für den regelmäßigen Ausschank gebraut und standen für gute Trinkbarkeit, moderaten Alkoholgehalt und unkomplizierten Genuss.

Geschichte von Schankbier und Leichtbier

Schankbier bezeichnete traditionell ein Bier mit niedrigerer Stammwürze als Vollbier. Dadurch war es leichter, weniger alkoholstark und gut für den Ausschank im Alltag geeignet.

Leichtbier gewann später vor allem durch den Wunsch nach kalorien- und alkoholreduzierten Bierformen an Bedeutung. Moderne Leichtbiere können sehr unterschiedlich ausfallen: von schlanken Lagerbieren bis zu hopfigeren Session-Interpretationen.

Typische Merkmale

  • Farbe: hellgelb bis bernsteinfarben, je nach Stil
  • Alkohol: meist niedriger als bei klassischen Vollbieren
  • Stammwürze: 9 bis 10,9° Plato
  • Bittere: niedrig bis moderat
  • Aroma: Getreide, helles Malz, dezenter Hopfen, leichte Brot- oder Kräuternoten
  • Körper: leicht bis schlank
  • Trinktemperatur: etwa 5 bis 8 °C
  • Passt zu: Jause, leichter Wirtshausküche, Salaten, Fisch, Geflügel und unkomplizierten Brotzeiten

Schankbier und Leichtbier im Vergleich

Kategorie Charakter Typische Bedeutung
Schankbier Leichter, gut trinkbar, meist niedriger in Stammwürze und Alkohol Traditionelles Alltags- und Ausschankbier
Leichtbier Kalorien- oder alkoholreduziert, schlank und frisch Moderne leichtere Bieralternative
Session Lager Modern, trinkfreudig und moderat im Alkohol Zeitgemäße Interpretation leichter Lagerbiere

Unterstile dieser Familie

Zu dieser Kategorie zählen vor allem:

  • Schankbier
  • Leichtbier
  • Session Lager

Diese Biere werden nachfolgend kurz beschrieben.

Abgrenzung zu Vollbier und alkoholfreiem Bier

Schankbier und Leichtbier stehen zwischen klassischem Vollbier und alkoholfreiem Bier. Sie enthalten in der Regel Alkohol, wirken aber leichter, schlanker und weniger vollmundig als stärkere Lagerbiere, Märzen oder Bockbiere.

Alkoholfreie Biere verfolgen ein anderes Ziel: Sie sollen den Biercharakter möglichst ohne Alkohol abbilden. Schankbier und Leichtbier setzen dagegen auf reduzierten, aber nicht zwingend alkoholfreien Biergenuss.

Speisenempfehlungen

Schankbier und Leichtbier passen gut zu leichter Küche, Jause, Fisch, Geflügel, Salaten, mildem Käse und unkomplizierten Wirtshausgerichten.

Warum Schankbier und Leichtbier wichtig sind

Diese Biere zeigen die leichte Seite der Bierkultur. Sie stehen für Trinkfreude, Alltagstauglichkeit und bewussten Biergenuss ohne übermäßige Schwere.

Gerade im Vergleich mit Vollbier, Starkbier und alkoholfreiem Bier helfen sie, Bierkategorien besser zu verstehen.

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Schankbier

Schankbier ist ein leichteres Bier mit niedrigerer Stammwürze als Vollbier. Es steht traditionell für gute Trinkbarkeit, moderaten Alkoholgehalt und unkomplizierten Ausschank.

Leichtbier

Leichtbier ist ein kalorien- oder alkoholreduziertes Bier mit schlankem Körper, frischem Charakter und leichterem Trinkgefühl.

Session Lager

Session Lager ist eine moderne Bezeichnung für besonders gut trinkbare, leichtere Lagerbiere mit moderatem Alkoholgehalt.

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Wussten Sie schon?

Schankbier und Leichtbier zeigen, dass Biergenuss nicht immer kräftig oder alkoholstark sein muss. Gerade im direkten Vergleich mit Vollbier, Bockbier oder alkoholfreiem Bier werden Unterschiede bei Körper, Stammwürze und Trinkgefühl besonders deutlich.

In unserem einzigartigen Bierkeller lassen sich leichte, klassische und kräftige Bierstile bewusst vergleichen – nach Voranmeldung auch im Rahmen einer geführten Bierverkostung.

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Bockbiere

Bockbiere zählen zu den traditionsreichsten Starkbieren der untergärigen Bierwelt. Sie sind kräftiger eingebraut, malzbetont und meist deutlich vollmundiger als klassische Lagerbiere.

Typisch sind Aromen von Brotkruste, Karamell, Honig, Toast, dunklen Früchten und bei stärkeren Varianten auch wärmende Alkoholnoten. Je nach Ausprägung kann Bockbier hell, dunkel, malzig, festlich oder besonders kraftvoll wirken.

Geschichte der Bockbiere

Die Geschichte des Bockbiers führt nach Einbeck in Niedersachsen. Von dort verbreitete sich der kräftige Bierstil nach Bayern, wo aus dem Einbecker Bier sprachlich und stilistisch der „Bock“ wurde.

In Bayern entwickelte sich Bockbier zu einer wichtigen Starkbiertradition. Besonders Doppelbock wurde eng mit Klöstern, Fastenzeit und kräftiger Malzfülle verbunden.

Heute zählen Bockbiere zu den wichtigsten Fest-, Winter- und Genussbieren der untergärigen Bierwelt.

Typische Merkmale

  • Farbe: goldfarben bis dunkelbraun, je nach Stil
  • Alkohol: meist 6 bis 12 Volumenprozent
  • Stammwürze: mindestens 16° Plato
  • Bittere: niedrig bis moderat
  • Aroma: Malz, Brotkruste, Karamell, Honig, Toast, Trockenfrüchte
  • Körper: vollmundig, rund und wärmend
  • Trinktemperatur: etwa 8 bis 12 °C, kräftige Varianten etwas wärmer
  • Passt zu: Braten, Wild, kräftigem Käse, Eintöpfen, Desserts mit Karamell oder dunklen Früchten

Bockbiere im Vergleich

Stil Charakter Typische Aromen
Heller Bock Kräftig, hell und malzbetont Honig, helles Malz, Brotkrume
Maibock Frühlingshaft, heller und etwas hopfiger Helles Malz, Kräuter, Blüten, Honig
Dunkler Bock Malzig, rund und kräftig Karamell, Brotkruste, Toast
Doppelbock Sehr kräftig und vollmundig Karamell, Trockenfrüchte, Brotkruste
Eisbock Konzentriert und sehr stark Dunkle Früchte, Malz, Alkoholwärme

Unterstile dieser Familie

Zur Bockbier-Familie zählen insbesondere:

  • Heller Bock
  • Maibock
  • Dunkler Bock
  • Doppelbock
  • Eisbock

Weizenbock und Weizeneisbock sind ebenfalls Starkbiere, gehören jedoch aufgrund der obergärigen Weizenbierhefe zur Familie der Weizenbiere.

Abgrenzung zu Märzen und Festbier

Bockbiere sind deutlich stärker, vollmundiger und malzintensiver als Märzen oder Festbier. Während Märzen und Festbier auf Trinkbarkeit und Balance setzen, stehen bei Bockbier Kraft, Malztiefe und wärmende Fülle stärker im Vordergrund.

Speisenempfehlungen

Bockbiere passen hervorragend zu kräftiger Küche: Braten, Wild, Eintopf, dunklen Saucen, gereiftem Käse und herzhaften Wintergerichten.

Stärkere Varianten wie Doppelbock oder Eisbock harmonieren auch sehr gut mit Desserts auf Basis von Karamell, Nüssen, Trockenfrüchten oder dunkler Schokolade.

Warum Bockbiere wichtig sind

Bockbiere zeigen die kraftvolle und malzbetonte Seite der untergärigen Bierwelt. Sie verbinden historische Brautradition, Festkultur und handwerkliche Präzision.

Besonders Doppelbock und Eisbock zählen zu den großen Genussbieren der internationalen Bierwelt.

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Wussten Sie schon?

Bockbiere sind ideale Verkostungsbiere, weil sie Malz, Alkohol, Reife und Körper besonders deutlich zeigen. Gerade Doppelbock und Eisbock eignen sich hervorragend für bewusste Genussmomente.

In unserem einzigartigen Bierkeller lagern regelmäßig kräftige Bockbiere, Doppelböcke und besondere Starkbiere aus verschiedenen Bierregionen.

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Rauchbiere

Rauchbiere gehören zu den charaktervollsten Bierstilen der untergärigen Bierwelt. Ihr typisches Aroma entsteht durch Malz, das über Rauch gedarrt wurde. Dadurch entwickeln sich Noten von Rauch, Speck, Holz, Lagerfeuer, Schinken oder geröstetem Malz.

Besonders eng ist Rauchbier mit der Bierstadt Bamberg verbunden. Dort hat sich eine Rauchbiertradition erhalten, die heute weltweit als einzigartiges Kulturgut gilt.

Geschichte der Rauchbiere

Historisch waren rauchige Malzaromen keine Seltenheit. Bevor indirekte Darrtechnik verbreitet war, kam Malz häufig mit Rauch in Kontakt. Viele Biere hatten daher rauchige Noten.

Mit moderner Mälztechnik verschwanden diese Aromen weitgehend aus der Bierwelt. In Bamberg blieb die Tradition jedoch erhalten und entwickelte sich zu einem eigenständigen Bierkulturerlebnis.

Heute gelten Rauchbiere als Spezialitäten für bewusste Genießer und zeigen, wie stark die Malzherstellung den Charakter eines Bieres prägen kann.

Typische Merkmale

  • Farbe: bernsteinfarben bis dunkelbraun
  • Alkohol: meist 4,8 bis 7 Volumenprozent, bei Rauchbock höher
  • Bittere: niedrig bis moderat
  • Aroma: Rauch, Holz, Speck, Schinken, Brotkruste, Malz, leichte Röstaromen
  • Körper: mittelkräftig bis vollmundig
  • Trinktemperatur: etwa 8 bis 12 °C
  • Passt zu: Geselchtem, Braten, Speck, Grillgerichten, Wild, kräftiger Wirtshausküche und Käse

Rauchbiere im Vergleich

Stil Charakter Typische Aromen
Rauchbier Klassisches Bier mit Rauchmalzcharakter Rauch, Malz, Brotkruste, Holz
Märzen Rauchbier Malzbetont, bernsteinfarben und rauchig Speck, Rauch, Karamell, Brotkruste
Rauchbock Kräftiger, vollmundiger und wärmender Rauch, dunkles Malz, Karamell, Trockenfrüchte

Unterstile dieser Familie

Zur Rauchbier-Familie zählen vor allem:

  • Rauchbier
  • Märzen Rauchbier
  • Rauchbock

Die einzelnen Bierstile werden nachfolgend separat beschrieben.

Abgrenzung zu dunklen Lagerbieren

Rauchbiere können farblich und malzseitig an Märzen, Dunkel oder Bock erinnern. Der entscheidende Unterschied ist jedoch das Rauchmalz. Es verleiht dem Bier seine unverwechselbare Aromatik und macht Rauchbier zu einer eigenen Bierfamilie.

Speisenempfehlungen

Rauchbiere passen hervorragend zu geselchtem Fleisch, Speck, Braten, Grillgerichten, Wild, dunklen Saucen und kräftigem Käse.

Besonders spannend sind sie zu Speisen mit Röstaromen, da Rauch und Malz hier eine sehr harmonische Verbindung eingehen.

Warum Rauchbiere wichtig sind

Rauchbiere zeigen einen Blick in die ältere Braugeschichte, als Rauch im Malz keine Ausnahme, sondern häufig Teil des Biercharakters war.

Heute bewahrt besonders die Bamberger Rauchbiertradition ein Stück europäischer Biergeschichte, das weltweit einzigartig ist.

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Rauchbier

Rauchbier ist ein untergäriges Bier mit deutlichem Rauchmalzcharakter und Aromen von Holz, Speck, Schinken, Brotkruste und Malz.

Märzen Rauchbier

Märzen Rauchbier verbindet die malzige Fülle eines Märzens mit ausgeprägtem Rauchmalzaroma und hoher geschmacklicher Eigenständigkeit.

Rauchbock

Rauchbock ist eine kräftigere Rauchbier-Variante mit mehr Malzkörper, höherem Alkoholgehalt und wärmender Fülle.

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Wussten Sie schon?

Rauchbier polarisiert wie kaum ein anderer Bierstil. Für manche wirkt es zunächst ungewohnt, für andere ist es eines der faszinierendsten Biererlebnisse überhaupt.

In einer geführten Verkostung lässt sich besonders gut zeigen, wie Rauchmalz, Malzkörper und Speisenbegleitung zusammenspielen.

Bierverkostung im einzigartigen Bierkeller anfragen

Moderne untergärige Spezialitäten

Moderne untergärige Spezialitäten verbinden klassische Lagerbier-Technik mit neuen Ideen aus der internationalen Bierwelt. Besonders spannend sind Stile, die Hopfenaromatik, klare Gärung und schlanken Körper miteinander verbinden.

Zu dieser Familie zählen unter anderem India Pale Lager, Cold IPA und California Common. Sie zeigen, dass untergärige Biere nicht nur klassisch, sondern auch modern, experimentierfreudig und aromatisch sein können.

Geschichte moderner untergäriger Spezialitäten

Viele moderne untergärige Spezialitäten entstanden aus dem Wunsch, die Klarheit und Trinkbarkeit von Lagerbier mit intensiverer Hopfenaromatik oder besonderen Gärbedingungen zu verbinden.

India Pale Lager und Cold IPA greifen die Hopfenidee des IPA auf, arbeiten aber mit untergäriger oder lagerbiernaher Gärführung. California Common wiederum entstand historisch an der amerikanischen Westküste und nutzt Lagerhefe bei wärmeren Gärbedingungen.

Typische Merkmale

  • Farbe: hellgelb bis bernsteinfarben
  • Alkohol: meist 4,8 bis 7 Volumenprozent
  • Bittere: moderat bis deutlich
  • Aroma: Hopfen, Zitrus, Kräuter, Harz, helles Malz, dezente Lageraromen
  • Körper: schlank bis mittelkräftig
  • Trinktemperatur: etwa 6 bis 9 °C
  • Passt zu: Burgern, Grillgerichten, würziger Küche, asiatischen Speisen, Käse und moderner Wirtshausküche

Moderne untergärige Spezialitäten im Vergleich

Stil Besonderheit Typische Aromen
India Pale Lager IPA-Hopfung mit Lagerbier-Gärführung Zitrus, Kräuter, Harz, helles Malz
Cold IPA Sehr schlankes, trockenes Hopfenbier mit Lagerbiernähe Zitrus, Tropenfrüchte, Harz, Getreide
California Common Lagerhefe bei wärmeren Temperaturen vergoren Karamell, Toast, Kräuterhopfen, leichte Frucht

Unterstile dieser Familie

Zu den modernen untergärigen Spezialitäten zählen vor allem:

  • India Pale Lager
  • Cold IPA
  • California Common

Die einzelnen Bierstile werden nachfolgend separat beschrieben.

Abgrenzung zu klassischen Lagerbieren

Im Vergleich zu Pils, Hellem oder Export wirken moderne untergärige Spezialitäten oft hopfenintensiver, experimenteller oder aromatisch markanter. Sie bleiben jedoch meist klarer, schlanker und weniger hefegeprägt als obergärige IPA-Varianten.

Speisenempfehlungen

Moderne untergärige Spezialitäten passen besonders gut zu Burgern, Grillgerichten, würziger Küche, asiatischen Speisen, kräftigem Käse und modernen Wirtshausgerichten.

Gerade India Pale Lager und Cold IPA können Speisen mit Schärfe oder Röstaromen hervorragend begleiten.

Warum moderne untergärige Spezialitäten wichtig sind

Diese Stile zeigen, dass untergärige Bierkultur nicht stehen geblieben ist. Sie verbinden traditionelle Lagerbierpräzision mit moderner Hopfenaromatik und internationaler Kreativität.

Damit schlagen sie eine Brücke zwischen klassischer Lagerbierwelt und moderner Craft-Bier-Bewegung.

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Wussten Sie schon?

India Pale Lager und Cold IPA zeigen, wie spannend die Verbindung von Lagerbierpräzision und moderner Hopfenaromatik sein kann. Sie wirken oft klarer und schlanker als klassische IPAs, bringen aber trotzdem intensive Hopfenaromen ins Glas.

In unserem einzigartigen Bierkeller lassen sich klassische IPAs, India Pale Lager und moderne Hopfenbiere ideal miteinander vergleichen.

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Alkoholfreie untergärige Biere

Alkoholfreie untergärige Biere gehören heute zu den erfolgreichsten Entwicklungen der modernen Brauwelt. Dank verbesserter Brautechnik können viele klassische Lagerbierstile heute auch alkoholfrei oder alkoholarm angeboten werden.

Besonders häufig finden sich alkoholfreie Varianten von Pils, Hellem, Lagerbier und Märzen. Ziel ist es, möglichst viel vom ursprünglichen Biercharakter zu erhalten und gleichzeitig den Alkoholgehalt deutlich zu reduzieren.

Geschichte alkoholfreier Biere

Frühere alkoholfreie Biere galten oft als geschmacklich deutlich einfacher als ihre alkoholhaltigen Vorbilder. Moderne Verfahren ermöglichen heute jedoch deutlich bessere Ergebnisse.

Je nach Brauerei kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz, etwa die gestoppte Gärung, spezielle Hefestämme oder die schonende Entalkoholisierung nach der Gärung.

Typische Merkmale

  • Farbe: abhängig vom jeweiligen Bierstil
  • Alkohol: meist maximal 0,5 Volumenprozent
  • Bittere: stilabhängig
  • Aroma: Malz, Hopfen und Lagercharakter je nach Bierstil
  • Körper: häufig etwas leichter als die alkoholhaltigen Vorbilder
  • Trinktemperatur: etwa 5 bis 8 °C
  • Passt zu: vielen Speisen der klassischen Bierküche und als alkoholfreie Alternative bei Verkostungen

Alkoholfreie Lagerbiere im Vergleich

Stil Charakter Typische Aromen
Alkoholfreies Pils Hopfenbetont und schlank Kräuter, Blüten, feine Bittere
Alkoholfreies Helles Malzbetont und weich Brotkrume, helles Malz
Alkoholfreies Lager Ausgewogen und frisch Getreide, Malz, dezenter Hopfen
Alkoholfreies Märzen Malzbetonter und kräftiger Brotkruste, Toast, Karamell

Unterstile dieser Familie

  • Alkoholfreies Pils
  • Alkoholfreies Helles
  • Alkoholfreies Lager
  • Alkoholfreies Märzen

Abgrenzung zu alkoholhaltigen Lagerbieren

Moderne alkoholfreie Biere orientieren sich geschmacklich möglichst stark an ihren alkoholhaltigen Vorbildern. Je nach Herstellungsverfahren können Unterschiede bei Körper, Mundgefühl und Aromaintensität auftreten.

Speisenempfehlungen

Alkoholfreie Lagerbiere sind vielseitige Speisenbegleiter und passen hervorragend zu Jause, Wirtshausküche, Fisch, Geflügel und leichten Gerichten.

Warum alkoholfreie Biere wichtig sind

Alkoholfreie Biere ermöglichen bewussten Biergenuss in Situationen, in denen Alkohol keine Rolle spielen soll oder darf. Gleichzeitig zeigen sie eindrucksvoll, wie weit sich moderne Brautechnik entwickelt hat.

Heute gehören alkoholfreie Biere zu den dynamischsten Bereichen der internationalen Bierwelt.

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Alkoholfreies Pils

Alkoholfreies Pils orientiert sich am klassischen Pilsner-Stil und verbindet feine Hopfenbittere mit hoher Trinkbarkeit.

Alkoholfreies Helles

Alkoholfreies Helles zeigt die weiche, malzbetonte Seite der alkoholfreien Lagerbierwelt.

Alkoholfreies Lager

Alkoholfreies Lager steht für ausgewogene, frische und unkomplizierte Bieraromatik mit reduziertem Alkoholgehalt.

Alkoholfreies Märzen

Alkoholfreies Märzen verbindet malzige Fülle, Brotkruste und Toastnoten mit alkoholfreiem Biergenuss.

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Wussten Sie schon?

Alkoholfreie Biere gehören heute zu den am stärksten wachsenden Bereichen der Brauwelt. Moderne Brauereien schaffen es zunehmend, den typischen Charakter eines Bierstils auch ohne Alkohol überzeugend abzubilden.

Bei einer Bierverkostung lassen sich alkoholfreie und alkoholhaltige Varianten direkt vergleichen – oft mit überraschenden Ergebnissen.

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Untergärige Biere nicht nur lesen – sondern bewusst verkosten

Ob Pils, Helles, Märzen, Kellerbier oder Bockbier: Bierstile versteht man am besten im Glas. Der direkte Vergleich zeigt, wie unterschiedlich Malz, Hopfen, Gärung, Farbe, Bittere und Mundgefühl wirken können.

Der Bierverkostungsratgeber von Diplom-Biersommelier Karl Zuser hilft Ihnen dabei, Bierstile bewusster zu erkennen, richtig zu verkosten und die Unterschiede besser einzuordnen.

Wer danach tiefer eintauchen möchte, erlebt diese Vielfalt bei einer Bierverkostung, beim Bierbummel, auf einer Bierreise oder im einzigartigen Bierkeller des Biergasthof Riedberg.

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Häufige Fragen zu untergärigen Bierstilen

Was bedeutet untergärig?

Untergärige Biere werden mit untergäriger Hefe vergoren. Diese arbeitet bei niedrigeren Temperaturen als obergärige Hefe und sorgt häufig für klare, ausgewogene und besonders gut trinkbare Bierprofile.

Welche Bierstile sind untergärig?

Zu den bekanntesten untergärigen Bierstilen zählen Pils, Helles, Export, Märzen, Wiener Lager, Münchner Dunkel, Schwarzbier, Kellerbier, Zwickl, Bockbier und Rauchbier.

Was ist der Unterschied zwischen obergärig und untergärig?

Der Unterschied liegt in der verwendeten Hefe und der Gärführung. Obergärige Hefen arbeiten bei höheren Temperaturen und erzeugen häufig fruchtige oder würzige Aromen. Untergärige Hefen vergären kühler und betonen meist Klarheit, Malz und Hopfen.

Ist Pils untergärig?

Ja. Pils gehört zu den bekanntesten untergärigen Bierstilen der Welt und zeichnet sich durch helle Farbe, hohe Trinkbarkeit und eine deutliche Hopfenbittere aus.

Ist Helles untergärig?

Ja. Münchner Helles ist ein klassischer untergäriger Bierstil. Im Vergleich zum Pils wirkt es meist etwas malzbetonter und weniger bitter.

Ist Weizenbier untergärig?

Nein. Klassisches Weizenbier wird mit obergäriger Hefe vergoren und gehört deshalb zu den obergärigen Bierstilen.

Was ist der Unterschied zwischen Märzen und Festbier?

Märzen ist traditionell stärker malzbetont und häufig bernsteinfarben. Moderne Festbiere wirken oft etwas heller, schlanker und stärker auf Trinkbarkeit ausgelegt.

Was ist der Unterschied zwischen Kellerbier und Zwickl?

Die Begriffe werden heute oft ähnlich verwendet. Beide Bierstile sind meist naturtrüb und unfiltriert. Historisch bezeichnete Zwicklbier ursprünglich eine frische Probe direkt aus dem Lagertank.

Warum sind viele untergärige Biere so beliebt?

Untergärige Biere verbinden hohe Trinkbarkeit mit ausgewogener Aromatik. Gerade Pils, Helles und Lagerbiere gelten weltweit als besonders zugängliche Bierstile.

Welche untergärigen Bierstile eignen sich für Einsteiger?

Helles, Export, Märzen und viele Kellerbiere gelten als besonders zugängliche Einstiegsstile. Sie zeigen die Vielfalt der Lagerbierwelt ohne extreme Bittere oder starke Röstaromen.

Untergärige Biere entdecken und vergleichen

Untergärige Bierstile prägen die moderne Bierwelt wie keine andere Bierfamilie. Von Pils und Hellem über Märzen, Kellerbier und Bockbier bis zu Rauchbier und modernen Lager-Spezialitäten reicht die Vielfalt weit über das hinaus, was viele Biertrinker erwarten.

Gerade im direkten Vergleich zeigen sich die feinen Unterschiede bei Malz, Hopfen, Lagerung und Brauweise besonders deutlich.

In unserem einzigartigen Bierkeller lagern mehr als 500 verschiedene Biere aus aller Welt. Viele der hier vorgestellten untergärigen Bierstile können Sie bei einer geführten Bierverkostung kennenlernen und miteinander vergleichen.

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Weitere Bierstilfamilien entdecken

Die Welt der Bierstile ist vielfältig. Neben den untergärigen Bieren finden Sie bei uns weitere spannende Bierstilfamilien mit eigener Geschichte, Brauart und sensorischem Profil:

Eine vollständige Übersicht finden Sie in unserer Bierstile A–Z Übersicht.

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