Neues vom Biergasthof Riedberg

27
Okt

Es war mir ein Bierfest!

Rückblick auf das Festival der Biervielfalt 2016, veranstaltet von der BierIG, freiwillig organisiert von Karl Zuser jun. und vielen fleißigen Händen.

Zuallererst möchte ich danke sagen zu Allen, welche für den Erfolg mitverantwortlich zeichneten.

Danke an die Aussteller, die keine Kosten und Mühen gescheut haben,
um auch heuer wieder erfolgreich teilzunehmen.
Danke an die zahlreichen Helfer, die ehrenamtlich(!) mitgeholfen haben,
dass sich die Besucher wohl fühlen.
Danke an Bierpapst Conrad Seidl, der durch seinen Besuch der Biermesse
einen besonderen Stellenwert gibt.
Danke an die Biersommeliers (Kollegen), welche durch Ihre Führungen
und Vorträge das Festival bereichert haben.
Danke an die Vertreter der Presse, die uns so großzügigen Support geleistet haben.
Danke an die zahlreichen Sponsoren, durch die ein solches Festival erst möglich wird.
Danke an die Organisatoren für Ihre Mitarbeit, damit es eine gelungene,
abwechslungsreiche, funktionierende Veranstaltung wird.
Danke an den Turnverein Ried für das zur Verfügung stellen der Jahnturnhalle.
Wir haben uns sehr wohl gefühlt.
Danke an den Vorstand der BierIG, der mir (Karl Zuser Jun) das Vertrauen schenkt,
dass wir diese Veranstaltung in meiner Heimatstadt (Ried im Innkreis – Treffpunkt Innviertel) im Herzen der Bierregion Innviertelbier durchführen können.
Danke zu guter Letzt an Euch, liebe Mitglieder und Besucher der Biermesse, für Euer Vertrauen
und den Besuch des Festivals. Dadurch habt Ihr uns bewiesen, dass wir diese Veranstaltung nicht umsonst organisieren. Darauf ein Bier!

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(c) Hobbybrauer Mag. Karl Heinz Meidinger, Bierpapst Conrad Seidl, Brauer und BierIG Mitglied Volkher Kaltenböck

Die Vorbereitungen für ein solches Festival beginnen bereits etwa ein dreiviertel Jahr vor dem geplanten Termin. Somit wird ab Jänner wieder fleißig versucht, Aussteller für das Festival zu generieren. „Stammgäste“ und interessante Neue, damit auch dem Besucher nicht fad wird und sich der Besuch lohnt.

Danach heißt es, die Biere in Erfahrung zu bringen, welche ausgeschenkt werden, damit sich der Besucher informieren kann und sieht, dass wieder Neuigkeiten mitgebracht werden. Zeitgleich beginnen die Werbemaßnahmen. Flugblätter und Plakate werden gedruckt und bei den diversen Festivals in ganz Österreich und dem benachbarten Deutschland verteilt und aufgehängt.

Gespräche mit potentiellen Ausstellern führen, Sponsoren überzeugen, dass eine Unterstützung für sie Sinn macht, Rahmenprogramm ausarbeiten und Helfer bzw. Freiwillige dafür begeistern. Mundpropaganda für die Veranstaltung machen, Transparente in der ganzen Stadt aushängen. Ansuchen bei den Bezirkshauptmannschaften im Bezirk, ob man die Transparente auch aufhängen darf.

Kühlschränke, Durchlaufkühler, Biertische und Stehtische in der Rieder Brauerei zur Verwendung für die Aussteller ausleihen und in die Halle transportieren lassen.

Pressekonferenz mit den (regionalen) Medienvertretern organisieren mit der Bitte, uns und unsere Bewegung doch auch zu Unterstützen. Einteilen der Stände in Zusammenarbeit mit dem Inhaber der Veranstaltungsörtlichkeit unter Berücksichtigung des notwendigen Stroms und Wassers. Ansuchen an die Stadtgemeinde stellen zur Durchführung und Genehmigung der Veranstaltung.

Bestellen der richtigen Menge an Festivalgläsern, damit diese zeitgerecht (nicht zu früh und schon gar nicht zu spät!) eintreffen. Vorbereiten der Jetons und in 5er Schritten in kleine Säckchen abfüllen. Hotelzimmer für die Helfer besorgen.

Buchungen des Rahmenprogramms verwalten und den Partnerbetrieben weiterleiten. Hotelzimmer für Gäste und Aussteller organisieren.

Am Tag des Festivals den Aufbau koordinieren, damit jeder Aussteller zeitnah mit seinem Stand fertig wird. (Bei dieser Gelegenheit: Leider hat der Franzl von Pilsner Urquell heuer nicht Platz gefunden … Er war um 2 cm zu breit!)

Tischtücher für die Stehtische aufziehen, Deko- und Werbematerial verteilen lassen. Die Stände inspizieren, ob auch alles passt, nach gesetzlicher Vorschrift und nach optischen Vorgaben.

Und wenn das Alles erledigt wurde – und natürlich noch viel mehr – hoffen, dass auch ausreichend Besucher kommen, dass sich dieser Aufwand und die Mühe lohnt?

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(c) Herbert Höglinger. Frau Helga vom Kanonenbräu, Bräu Matthias Schnaitl IV, Teilnehmer Ehepaar am Rieder Bierbummel

Hier wurden wir heuer, leider, am Freitag ein klein wenig enttäuscht. Wie sich dann am Sonntag herausstellen sollte, haben wir zuviel Energie in die Bewerbung des neuen Standortes gesteckt und zuwenig kommuniziert, dass das Festival nicht, wie wahrscheinlich schon gewohnt, am Samstag und Sonntag stattfindet, sondern heuer erstmal (wieder) am Freitag und Samstag. Daher ist es uns am Freitag nicht gelungen, die Gäste zu halten und es war ein ständiges Kommen und Gehen. Die Halle hatte sich zu keinem Zeitpunkt richtig gefüllt. Ich war beinahe den Tränen nah. Sollte die ganze Mühe, die ganze Arbeit, das ganze Herzblut umsonst vergossen worden sein)

Samstag war voller Erfolg!

Am Samstag bot sich – Gott sei dank – gleich bei Betreten der Halle ein ganz anderes Bild: Da ich am Vortag mit den Ausstellern noch intensive Gespräch in unserem einzigartigen Bierkeller zu führen hatte und bereits wieder ab 8 Uhr früh die Vorbereitungen für den Ausstellerbrunch und für den Rieder Bierbummel zu erledigen hatte, war ich doch etwas gezeichnet am Nachmittag. Daher erlaubte ich mir, die Jahnturnhalle als Ort des Geschehens erst um 18 Uhr zum vereinbarten Zeitpunkt für das Interview mit dem Fernsehpartner HT 1 zu betreten.

Und siehe da: Ganz im Gegenteil zum Vortag war die Halle durchaus schon gut gefüllt. Nur fröhliche Gesichter. Bei den Ausstellern, bei den Helfern, beim Vorstand der BierIG und nicht zuletzt bei den Besuchern. Gott sei Dank, hätte ich mir gedacht, hätte ich Zeit dafür gefunden. Die Teilnehmer des Rieder Bierbummels waren ebenso total begeistert und bestätigten unsere touristische Arbeit zu diesem Format. O-Ton: „Als ich gebucht hatte, kamen mir die Leistungen gegenüber den Preis (Euro 59,90, Anmerkung von mir) gerade mal gerechtfertigt vor. Jetzt, im nachhinein betrachtet, wären mir die Leistungen und Impressionen auch Euro 100,– Wert gewesen. “ Danke hier auch an alle Partner, die den Gästen dieses Erlebnis bereitet haben.

Was aber trotzdem aufgefallen ist war, dass relativ wenige „Rieder“ die Biermesse besucht haben. Ein Bus aus dem benachbarten Tschechien, ein Bus mit Hobbybraueren aus dem Bezirk Braunau, Südtiroler, Holländer und, und und, aber meine Rieder Mitbürger wissen eine Veranstaltung dieser Art scheinbar nicht zu würdigen? Schade, finde ich, wenn man so viele Stunden, so viel Zeit und so viel Herzblut investiert.

Es gäbe noch zahlreiche Anekdoten, Geschichten und Erlebnisse zu berichten, aber ich würde mich mehr freuen, wenn wir uns nächstes Jahr bei der Biermesse, beim Festival der Biervielfalt in Ried persönlich sehen würden. Noch dazu, wo wir zeitgleich das Jahrestreffen der Diplom Biersommeliers organisieren werden. Für heuer jedenfalls gilt: Es war uns ein Bierfest! Darauf ein Bier!

Zum Schluss möchte ich noch einige Unklarheiten und Fehlinterpretationen klar stellen: der Eintritt zum Festival war frei!! Es wurden niemals Euro 60,– oder gar 70,– verlangt, wie mir fälschlicherweise zu Ohren gekommen ist. Wer Bier verkosten wollte, kaufte sich ein Glas samt Jetons („Startpaket„) um Euro 10,– und schon konnte man nach Lust und Laune die Stände besuchen, um Bier zu genießen. Wem diese 5 Jetons zu wenig waren, der konnte, je nach Durst, entsprechend viele oder wenige Jetons nachkaufen. Euro 1,– je Stück. Ein faires Angebot, so denken wir?

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(c) Mag. Karlheinz Meidinger. Reges Interesse an den Hobbybrauer Vorträgen.

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