Neues vom Biergasthof Riedberg

10
Feb

Besuch der Braukunstlive 2017 – Live Ticker

3 Tage im Zeichen der Bierkultur

Freitag, 10. Februar 2017, 9:46 Uhr

In etwa einer Stunde geht’s los. Auf nach München zu meiner 5. BKL. Bin ja mal gespannt, wen man so alles treffen wird. Martin Seidl von der Dietrachinger Brauerei hat heuer auch zum ersten Mal einen Stand. Er war so nett und hat Werbematerial in Form von Zusers feinsten Schaumstoff mitgenommen. Ach so: die Biermesse in Ried werden wir auch noch bewerben. Das ganze werde ich versuchen „live“ zu ticken, also einen Live Ticker zu erstellen. Mal sehen, ob das WLAN funktioniert. Ansonsten gibt es einen Nachbericht. Garantiert! Darauf ein Bier!

10:47 Uhr

Noch schnell stärken in Form eines Mittagessens und dann geht’s los. Darauf ein Bier!

Mittagessen zur Stärkung

11:51 Uhr

Ich starte den Boliden und gebe die Aschauerstrasse 12 in München ein. Zwei Stunden Fahrt liegen nun vor mir.

Auf nach München!

14:59 Uhr

Die Grenze war schnell erreicht, aber dann gab es bei Mühldorf einen Unfall und wir würden von der Autobahn/Schnellstraße abgeleitet. Daher verspäteter Check in erst jetzt.

Landesgrenze seit 1779/1806??

Aber! Dafür gleich zur BKL. Martin wartet schon ungeduldig.

So sah es aus, das erste Bier!

15:11 Uhr

Darauf ein (das erste) Bier! Da mich Martin vor dem MVG Museum schon empfängt und mir eine Eintrittskarte überreicht (offizieller Einlass für Besucher wäre erst um 16 Uhr, jetzt ist noch Presse Rundgang) trinke ich natürlich zuerst seine beiden Biere. Eines vom Obmann der BierIG und Eines vom Vize Obmann der BierIG. Dort treffe ich dann auch Sandra Ganzenmüller aus dem Vorstand des Verbandes, die leider zur Sitzung bei mir nicht kommen konnte. Beim Betreten der Örtlichkeit des Geschehens habe ich schon Christoph Scheriau die Hand geschüttelt, jetzt ist er so nett und schenkt mir ein Bier. Den Lebenskünstler natürlich, das ausgezeichnete Witbier. Dort kommen auch Birgit Rieber und der Biersepp dazu. Mickey Klemsch läuft vorbei, nicht ohne „Hallo“ zu sagen und Bierpapst Conrad Seidl „dockt“ bei der Dietrachinger Brauerei an.

Conrad Seidl (Bierpapst), ?? (Nachfolger Prof. Narziss), Professor Dr. Narziss (Biergott), Martin Seidl (Obmann BierIG)

Ich zurück zu Martins Stand um Conrad kurz zu begrüßen, da kommt schon Professor Narziss ums Eck. Ich mache gleich mal ein Foto von der geballten Bier- und Braukompetenz. Darauf ein Bier!. Professor Narziss lies es sich aber nicht nehmen, das Foto zu kontrollieren, ob er den auch gut getroffen sei. „Ich schieße nur perfekte Fotos“ gab ich ihm zur Antwort. Er machte einen zufriedenen Gesichtsausdruck. Passt, denke ich mal.

Bierstand

Ums Eck steht Tanja (Leidgschwendner), eine Kurskollegin im legendärden Kurs Nummer 26, mit der Brauerei Eiswerk. Die, etwas unbeholfene, blonde Dame hier versucht mir etwas über das Bier ohne Namen zu erklären. Ich bitte Sie, mich doch mal proBieren zu lassen. EUR 2,50, kein Problem aber das Ergebnis war – leider – etwas ernüchternd. Wie so oft für die alkoholische Stärke zu kalt und ganz intensiv nach Lösungsmittel. Ich starte den Versuch, es wärmer werden zu lassen, vielleicht ist der Lösungsmittelgeschmack ja flüchtig. Mal sehen …

Ein sehr trockenes Sauerbier

Zwei Stände weiter erspähe ich Hertl Senior, da kann doch der Junior auch nicht weit sein. Aber „Hallo“! In gewohnt zurückhaltender Manier begrüßt mich David und weist darauf hin, dass Sie sich schon auf die Verbandstagung in Ried freuen. Und ich mich erst! Da kommt vom Stand der „Yankee & Kraut“ schon „Die Biersommeliére“ Tanja Hartl auf mich zu um mich zu begrüßen. Wenn ich schon mal da bin, proBIERE ich gleich mal zwei Biere: ein Black IPA mit 9% Vol. Alk. und eine Eisbock mit undefiniertem Alkoholgehalt. Ein Besucher möchte mir einreden, dass der Eisbock wohl um die 6% haben könnte, dessen Meinung ich aber nicht teile. Das Doppelte wirds wohl gewesen sein.

Daneben befindet sich der Stand von der Brauerei Jacob, die, laut Aussage von Conrad Seidl, das beste Weißbier haben sollen. Ich proBIERE mal den Jacobus Weizenbock im Bourbonfass gereift. Lässt sich gut an. Die Ausschank ist auch sehr urig mit Holzfässern gemacht. Hier treffe ich auch Mickey Klemsch noch einmal und diesmal haben wir kurz Zeit, über seine Festivalpläne zu sprechen. Scheint nicht ganz so leicht zu werden, dieses Jahr. Mal sehen …

Bierangebot Schneider Weisse

Weiter geht es jetzt aber zur Schneider Weissen. Mal sehen, welches TAP X es heuer gibt? Pech gehabt! „Das kommt erst im Mai“ bekomme ich zur Antwort. Dafür weiß ich bereits, was es werden wird. Ist aber noch streng geheim!!! Eine Wiederauflage des 2011 erschienenen ersten TAP X wird es wohl werden. Na, wer weiß es von Euch? Stephan (Butz) ist gerade fleißig dabei, mit dem BR eine Livesendung zu machen, daher ist er etwas kurz angebunden. Kein Problem, ich koste mal den Rest der (mir natürlich bekannten) Produktpalette. Maries Rendevouz, Mein Cuvvee Barrique, Eisbock vom Fass, TAP 5 usw., komplett durcheinander und kreuz und quer. Dann bekomme ich allerdings ein Beer bzw. Foodpairing der besonderen Art. Susi Hecht macht scheinbar Macarons gefüllt mit sauren Cremen: Hühnercurry, Wild + Preiselbeere, geräuchterter Fisch + Kren sind mir in Erinnerung geblieben. Dazu das eine oder andere Bier von der Schneider Weissen. Nicht übel. Meine Herren. Für die nette Bedienung lasse ich mal ein Trinkgeld da. Darauf ein Bier!

Bier- und Foodpairing

Zwischenzeitlich hat Andreas Knapp – auch ein Kurskollege aus dem legendären Kurs Nummer 26 – telefonisch Kontakt aufgenommen. „Um Siebene sind wir da!“. Um 19.30 Uhr habe ich ihn noch immer nicht gesehen. Deshalb mache ich mich auf die Suche nach größeren Portionen an Essbarem. Bei den Südtirolern werde ich dann auch fündig: Speck und Käse und Harte Würste. Die hälfte gebe ich dann Andi gleich mal, weil die Augen größer waren, als der Appetit. Er hat mich also gefunden. „Bei Barth-Haas vorbei und immer der Nase nach. Da, wo es extrem nach Käse stinkt, da triffst Du mich!“. Mit dabei – wie jedes Jahr – auch sein „kleiner“ Bruder Christoph und Wirt Mario. Nach gebührendem Hallo geht es auf die Suche nach dem „ersten“ Bier.

Bei „Frau Gruber“ docken wir gleich mal an. Dieser Stand wurde mir schon von mehrerer Seiten empfohlen. Mal sehen, ob er hält, was man so (ver-)spricht? Sämtliche Biere in Dosen kann auch ein Konzept sein. Zu Beginn ein Kellerbier, geschmacklich einwandfrei, aber auf die vielen Starkbiere drauf etwas Nichtssagend. Weiter geht’s mit einem Pale Ale. Cassis in Reinstform. Dasselbe beim IPA. Zum Abschluss noch ein spezielles Stout, welches mich an Pocket Coffee erinnerte. Also irgendwie zwischen Schoko und Kaffee. Aber doch das beste Bier der hier verkosteten.

Weiter zum Stand von „Schnee Eule“ einem Berlinen Weisse Brauer, der aus einer alten Flasche die Hefekultur – also eine original Berliner Weisse Kultur – gezogen hat und eben diese Braut. In drei unterschiedlichen Reifungsstufen – frisch – 9 Monate – und ein Jahr alt. Spannendes Thema, aber doch schon sehr sauer. Nichts für Anfänger würde ich mal sagen. Hier treffen wir auch Bieringenieur  Alfred Gruber und den ehemaligen Staatsmeister Markus Trinker. Man hat sich viel zu erzählen … Gegenüber ist ein Stand von Steamworks, kurz ein Bier geschnappt – ohne besondere Vorkommnisse. Wieder gegenüber hat Johannes Groß einen Stand mit seiner Next Level Brewing. Meiner Meinung nach, neben den bekannt perfekten Produkten der Schneider Weißen, die besten Biere, die ich verkosten konnte. Ein IPA mit angeblichen, theoretischen 200 IBUs, die aber gar nicht so extrem durch kamen, da das Bier auch noch einen Extraktkörper hatte und das Five o’clock Earl Grey IPA mit Tee eingebraut. Hat das Thema super getroffen. Bin begeistert. Nicht um sonst der amtierende Staatsmeister der Brauer.

Bierbrauer unter sich: Markus, Martin, El Sud

Die Zeit verrennt und Licht verbrennt. Es ist mittlerweile schon nach 22 Uhr. Ich war der Meinung, die Messe schließt um 10. Dem dürfte nicht so sein. Michael Mauer von den BrewAge läuft uns über den Weg und bittet uns zu „Ihrem“ Stand bei Pint One. Kurz ein Bier eingeschenkt, dann verlassen er und Johannes (HonSo) auch schon die Messe, da Sie bei Red Hot eine Bierpräsentation haben. Ich gehe mit Alfred weiter, auf der Suche nach einem Stand, der Grubersche Brauanlagen verwendet. Am Weg dorthin treffe ich zwei Bekannte vom Glasseminar in Spiegelau. Den Bierbotschafter Hamm – in Begleitung mit seiner Freundin – der dann auch den Diplom Biersommelier machte. Kurz bei unser Bürgerbräu mit Alfred ein Bier geschnappt und weiter zurück zum Ausgangspunkt: Der Dietrachinger Brauerei. Mal niedersetzen kann auch was, nach 5 Stunden und mehr Stehen und Gehen auf der Messe. „Die Fässer müssen geleert werden“ ist die Ansage des Bräu. Dann mal ran an den Speck! Christian Harringer (El Sud) und Johannes Raudaschl (Frankenmarkter) stoßen auch noch dazu und helfen, die Fässer zu leeren. Ebenso Markus und Alfred. Mit vereinten Kräften müsste es doch zu schaffen sein?

Noch mehr Bierbrauer … Martin, El Sud, Manfred, Johannes

Hier beende ich mal für heute. Aber keine Sorge: es ging noch weiter. Der Abend ist ja noch jung. Man darf gespannt sein. Darauf ein Bier!

Leider ist der 2. Teil einem Update meiner Webseite zum Opfer gefallen. Fortsetzung wird aber folgen, wahrscheinlich per Video, der Einfachheit halber.

Video vom 51. INNVIERTLER Bierologenstammtisch, aufgenommen am 23. Feber 2017:

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